Irrglaube


In den Versen 42 – 44 des Kapitels 2 der Bhagavad-Gita wird gesagt, dass Menschen mit geringerem innereigenen Wissen an den Vorstellungen hängen, die sie sich aus den Gleichnissen der heiligen Schriften versprechen. Sie suchen im Grunde genommen nach Sinnenbefriedigung und einem sorgenfreien Leben, das über den Tod hinausgeht.


Sie handeln nach den Glaubenssätzen ihrer Religion und erwarten dafür in der nächsten Reinkarnation einen Himmel auf Erden oder ein Leben als Engel im Himmel. Sie beten für einen günstigen Verlauf des Schicksals oder opfern einen Teil ihre Habe als Einsatz dafür.


Diese Menschen streben nicht nach einer Befreiung aus dem Kreislauf von Leben und Tod. Sie sind von einer Weiterentwicklung der Lebensfreuden auf Erden bzw. in den Gebieten des Jenseits betört. Solche Gebiete nachtodlicher Erfahrungen bestehen. Sie versprechen zeitweiliges Glück und danach Demaskierung.


Gemäß Vers 44, Kapitel 2 der Bhagavad-gita können sich solche Menschen nicht dem Dienst für Krsna hingeben. Ihre tiefverwurzelte Eigenliebe hindert sie daran. Wer aus seinem innersten Verlangen her Krsna dienen will, wird ebenfalls mit den Verlockungen und Erscheinungen solcher Wunschbilder konfrontiert. Durch seine Sehnsucht nach Rückkehr empfängt er jedoch durch Krsna die Kraft, solche Täuschungen zu überwinden. Die christliche Lehre vermittelt diese Kraft sehr anschaulich als Jesus Christus. Es heißt dort „wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler im Tempel meines Gottes“.


meint kohlchen