Chinmoy nennt die ihm ergebenen Anhänger
Kinder. Er akzeptiert angeblich andere Religionen und Lebensweisen, aber erwartet von seinen Anhängern doch seinen eigenen Regeln und Idealen zu folgen, so verlangt er von ihnen unter anderem regelmäßige Meditation, Arbeit, vegetarische Ernährung und sexuelle Enthaltsamkeit.
Der Organisation wird von staatlichen und privaten Stellen vorgeworfen, eine Sekte zu sein, die ihre Anhänger in eine gefährliche Abhängigkeit gegenüber dem Guru und der Sektengemeinschaft bringe, und ihre Veranstaltungen als scheinbar unverfängliche Lockmittel zur Anwerbung neuer Mitglieder einzusetzen.[1] [2]
Von Anhängern werde erwartet, die Chinmoy-Meditationszentren regelmäßig zu besuchen, und ihr Leben an den relativ strengen Regeln auszurichten. So sei Sex - auch unter Eheleuten - im Laufe der Zeit auf ein Minimum zu reduzieren, und möglichst solle dem Geschlechtsakt gänzlich entsagt werden. [3] Koffein, Alkohol, Zigaretten sowie Kinobesuche seien zu vermeiden, die Ernährung soll ausschließlich ovo-lakto-vegetarisch erfolgen.
Einige Aussteiger berichten, Chinmoy
selbst halte sich hingegen nicht an diese Regeln und missbrauche seine spirituelle Autorität, um sich einzelne Anhängerinnen sexuell gefügig zu machen. [4] Chinmoy weist die Anschuldigungen über seine Anwälte zurück, er lebe streng enthaltsam.
Ferner berichten ehemalige Anhänger, dass Kontakte zu Nicht-Anhängern verpönt seien, was zu einer Entfremdung der Mitglieder gegenüber ihren früheren Angehörigen und Freunden führe. Wer sich nicht mehr bei Sri Chinmoy beteilige, werde oft noch über lange Zeit seitens der Chinmoy-Gesellschaft angesprochen.
Chinmoy bezeichne sich wahrheitswidrig als Meditationslehrer der UNO; tatsächlich führt er lediglich Meditationsstunden in frei anmietbaren Räumen der UNO durch. Um Nähe zu bekannten Persönlichkeiten vorzugeben, lasse er Fotos veröffentlichen, auf denen er mit solchen (z.B. dem Papst oder dem UNO Generalsekretär) zu sehen ist. Solche Fotos seien oft dadurch entstanden, dass Chinmoy sich solchen Persönlichkeiten genähert und ihnen, zu deren Überraschung, ein Buch oder eine Schallplatte in die Hand gedrückt habe.[6] [7]
Chinmoys angebliche Rekorde im Gewichtheben seien nicht objektiv nachprüfbar. [4] Die Qualität seiner Konzert-Darbietungen führten dazu, dass grosse Teile des Publikums schon frühzeitig den Saal verlassen würde.
Lesezeichen