Der Buddhismus beruht auf den Lehren des Gautama Buddha (560-480 v.Chr.). Er verkündete die Verwandtschaft alles Lebendigen und die Wiedergeburt der Seelen bis zur Vollendung. Ziel des Buddhismus ist bekanntlich das Nirvana, das fälschlicherweise oft mit "nichts" übersetzt wird. Nirvana bedeutet jedoch das völlige Freisein (wörtlich nir-vana: das Verlöschen) von Begierde, Haß und Wahn, ein nicht mehr beschreibbarer Zustand von Glückseligkeit, jenseits der Bindung an die Sinne und aller Wahnvorstellungen von einem Ego. Erst dann ist eine Seele wirklich frei und nicht mehr an das Rad der Wiedergeburt gebunden.
Der Buddhismus ist eine Religion mit hohen ethischen Grundsätzen voll Sanftmut und Achtung vor allem Lebenden. Diese Religion ist heute vor allem in Tibet, China, Japan, Kaschmir und Südostasien verbreitet. Da Buddha das Überwinden allen Leides zum höchsten Ziel proklamiert hat, versteht sich von selbst, dass Buddhisten dem Leiden aller Wesen gegenüber sehr sensibel sind. Dabei kennt der Buddhismus keine Befehle, sondern nur Tugendgebote, die auch als Gebote der Vernunft bezeichnet werden.
Man soll nicht tugendhaft leben, weil Buddha es sagt, sondern weil Tugend zum Wohle der Menschen führt. Dem Anfänger des geistigen Pfades empfiehlt der Buddha fünf Grundtugenden, die sogenannten fünf Sila: nicht töten, nicht stehlen, nicht ausschweifen, nicht lügen, nicht sich berauschen. Das erste Tugendgebot lautet wörtlich: "Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb: Erkenn dich selbst in jedem Sein, und quäle nicht und töte nicht."
Aus dem Wissen der Seelenwanderung und dem Hintergrund der auf dem Weg der Evolution sich vervollkommnenden Wesen ergibt sich, dass Fleischessen und das Töten oder Schlachten der Tiere als schlecht angesehen werden. Von Buddha ist überliefert, dass er niemals tötete, nicht einmal eine Ameise, weil er auch mit dem geringsten Wesen gleiches Erbarmen hatte wie mit dem höchsten. Ähnlich wie 2000 Jahre später Franz von Assisi äußert sich auch Buddha: "Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keines möge ein Übel treffen! Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen!".
Aus dem Buch "Vegetarische Rohkost,
Leben aus der Fülle der Natur" von Gregor Wilz
Liebe Grüße,
Viola![]()



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