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Thema: Ahnenkult

  1. #1
    Viola
    Gast

    Ahnenkult

    Hallo,

    In vielen Religionen und Ländern werden die Ahnen, sprich verstorbene Familienangehörige, verehrt. So werden Ahnen zum Beispiel in China und Japan ganz intensiv verehrt. Auch im Voodoo erhofft man sich Rat und Beistand von den Ahnen. Doch warum sollte ein Ahne einem Nachkommen helfen?

    Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich ganz einfach. Genau wie in China, ist in Afrika die Familie ein zentraler Aspekt des Lebens. Familienmitglieder sind füreinander da und helfen einander. Wenn also ein Familienmitglied stirbt und in feinstofflicher Form weiterexistiert, dann besteht auch kein Grund, nicht mehr mit diesem Familienmitglied zu sprechen oder sich von ihm helfen zu lassen. Als Gegenzug für die Hilfe werden den Ahnen Opfer dargebracht und ihre Grabstätten in Ordnung gehalten, damit man ihrer weiter gedenken kann.

    Ahnen besitzen Wissen und eine gewisse, wenn auch nicht so ausgeprägte Macht, das Schicksal ihrer Nachkommen zu beeinflussen.

    Liebe Grüße,
    Viola

  2. #2
    Fogwitch
    Gast

    AW: Ahnenkult

    Hallo Viola,
    gibt es spezielle Anweisungen dazu?
    BB
    Fog

  3. #3
    Viola
    Gast

    AW: Ahnenkult

    Hallo Fogwitch,

    leider nein.

    Ich habe gerade angefangen das erste Buch über Voodoo zu lesen und darin habe ich noch keine Anweisungen gefunden.

    Vielleicht kann Dir wer anderer weiterhelfen.

    Liebe Grüße,
    Viola

  4. #4
    Lupa
    Gast

    AW: Ahnenkult

    Also ich kenne dazu auch nur von den Chinesen das Totenfest.
    Soweit ich weiß, werden dazu die Gräber schon Tage vorher ordendlich gepflegt und an dem Fest selbst, ziehen die Chinesen mit der gesammten Familie und ne unmenge an Essen los und "Picknicken" auf den Gräbern. Es soll Symbolisieren das sie immer noch dazu gehören, auch wenn sie Tod sind und die Familie sogar mit ihren Toten speist.

    Ich selbst habe meine eigene art an verstorbene Familienmitglieder zu denken. Ich mag Friedhöfe nicht besonders und gehe deshalb so gut wie gar nicht auf einen und wenn nie alleine. Ich fühle mich einfach nicht wohl.
    Außerdem sehe ich keinen sinn darin einen verwesenden Körper zu verehren, ich gedenke lieber an die Persöhnlichkeit.
    Wenn etwas besonderes in meinem Leben geschieht, spreche ich gedanklich mit meinen Verwannten. Ich erwarte keine Antwort, aber es tut gut, sie miteinzubeziehen.

    lg
    Lupa

  5. #5
    Viola
    Gast

    AW: Ahnenkult

    Hallo Lupa,

    Friedhöfe sind nicht jedermann's Sache. Ein großes Familien-Picknick möchte ich dort auch nicht halten. so wie es die Chinesen machen.

    Auf Friedhöfen wirken meist auch negativ-saturnische, verwesende, zersetzende Kräfte. Und es könnte durchaus sein, dass da noch so manche erdgebundene Geist-Seele verwirrt an ihrem Grab herumirrt und sich an feinfühlige Menschen anhängt, sofern man sich auf sie einstellt.

    Mir wurde mal geraten, mich in reines hochschwingendes Licht einzuhüllen, um keine Resonanz zu solchen unglücklichen Seelen aufzubauen. Und man sollte auch nicht in unglücklichem, bedrücktem, depressivem Zustand auf einem Friedhof verweilen, weil man sich dann auf der gleichen Ebene einschwingt zu solchen bedrückenden Kräften.
    Das würde nur Sinn machen, wenn man eine bestimmte Aufgabe bei solchen lähmenden Kräften, unglücklichen Seelen zu vollbringen hätte. Aber dann sollte man auch wissen, wie man sich isolieren, schützen und auch wieder befreien davon kann.

    Ich bin eigentlich sehr gern und oft in unserem kleinen Bergfriedhof im Wald. Die kleine Waldkirche dort ist uralt und war im Mittelalter ein Nonnenkloster. Negatives habe ich dort noch nicht gespürt. Ich bin oft ganz allein dort. Nur einmal hatte ich ein sonderbares Erlebnis, als ich an einem sehr düsteren Oktobermorgen, bei Nieselregen, allein dort war, um Blumen zu bringen. Erst war ich so versunken in das Arrangieren des Blumenstraußes und dann plötzlich war es, wie wenn ich in einer anderen Zeit wäre für einige Minuten. Ich hörte wie die Tür der Kirche mit einem alten Schlüssel aufgesperrt wurde und sich öffnete. Es war aber nicht normal laut, sondern extrem überlaut, so dass es in meinen Ohren weh tat. Ich erschrak total und starrte auf die Tür, konnte aber nichts sehen. Das Geräusch ebbte dann langsam ab. Währenddessen war alles andere total still. Keine anderen Geräusche (das Fallen der Blätter der Waldbäume,...) waren in diesen Minuten zu hören. Ich lief dann schnell weg, musste an der Kirche vorbei und schaute hinten bei einem kleinen Fenster hinein, aber drinnen war niemand. Dann lief ich schnell zum Ausgangstor. Einige Monate war es mir schon etwas unangenehm zum Friedhof zu gehen. Aber jetzt fühle ich mich schon wieder sicher und wohl dort.

    Liebe Grüße,
    Viola

  6. #6
    Tariel
    Gast

    AW: Ahnenkult

    Zitat Zitat von Viola Beitrag anzeigen
    Hallo Lupa,
    Auf Friedhöfen wirken meist auch negativ-saturnische, verwesende, zersetzende Kräfte.
    Ich fühle mich auf Friedhöfen sehr wohl und denke deshalb auch nicht,das dort Geister herumspuken.Wenn es so wäre,müßte der Astral - und Mentalkörper ja nach dem Tod noch an der Materie und an den Ort gebunden sein,was jeder Logik wiederspräche.


    G.Tariel

  7. #7
    Lupa
    Gast

    AW: Ahnenkult

    Danke Viola für deine Schilderung über dein Erlebnis auf dem Friedhof. Meine Abneigung gegenüber Friedhöfen hat auch seinen Grund. Ich gehe nur am Tag dorthin, nie wieder in der Nacht. Ich und Jahre später eine Freundin und ein Freund von mir hatten auf dem selben Friedhof ein ähnliches erlebnis, von der selben Ecke ausgehend. Ich weiß nicht genau ob es eine verirrte Seele ist, oder einfach nur eine art Knotenpunkt für negative Energien. So genau vermag ich das nicht zu sagen, doch ist es schon sehr seltsam das 4 Personen 8ich war damals auch nicht alleine) das selbe erlebt haben, ohne voneinander zu wissen, was der andere jeweils erlebt hatte. Ich erzählte das nämlich der Freundin nie, was mir geschehen ist.
    Doch rührt meine eigendliche Abneigung eher von meiner Kindheit her.
    Als meine Uroma starb, war das für mich schrecklich, ich hing sehr an ihr und mit zarten 6 Jahren konnte ich das auch nicht wirklich verstehn. Deshalb sah ich es so, das der Friedhof mir meine geliebte Uroma nahm. Auch wenn ich heute weiß das das Quatsch ist, das Gefühl verging nie.

    lg
    Lupa

  8. #8
    Viola
    Gast

    AW: Ahnenkult

    Liebe Lupa,

    Deine Abneigung gegen Friedhöfe kann ich nun gut verstehen. Es ist die Erinnerung an den Verlust Deiner geliebten Oma und dann auch noch dieses eigenartige Erlebnis. Wenn mehrere Personen das selbe Erlebnis hatten, da wird schon was dran sein. Interessant, was das wirklich war? Ich nehme so wie Du, auch an, dass es entweder tatsächlich eine verirrte Seele war, oder irgendwelche negative Energien.

    Liebe Grüße,
    Viola

  9. #9
    Viola
    Gast

    AW: Ahnenkult

    Hallo,

    hier ist noch etwas zum Ahnenkult und wie wir ihn auch praktizieren können:

    Es ist von Vorteil den Kontakt zu unseren Vorfahren zu pflegen. Denn diese sind nicht nur genetisch unsere Wurzel. Sie sind, auch wenn wir wenig über sie wissen, für uns da.

    In unserer Kultur beschränkt sich die Ahnenverehrung auf Blumen und Kerzen am Grab, aber man muss das ja nicht nur so handhaben.

    Wir können uns zu Hause eine kleine "Ahnenecke" einrichten, denn die Vorfahren sind ja nicht verschwunden, nur weil sie gestorben sind. Ein kleines Deckchen auf eine Kommode legen, ein Grablicht dazustellen, Blumen, Familienstücke oder Fotos. Es sollte keineswegs trist und traurig wirken. Man kann auch Edelsteine, kleine Räuchergefäße u.ä. dazustellen.

    Einmal am Tag wird das Grablicht angezündet und wir bitten unsere Ahnen um Segen, darum, dass sie ein Auge auf unser Leben werfen und schützend eingreifen, wenn das nötig sein sollte. Natürlich kann man auch noch um vieles andere bitten. Im Laufe der Zeit spürt man, dass man mit den Ahnen eine große Kraftquelle gefunden hat - und gerade heute, in der schnelllebigen Zeit ist es wichtig, seine Wurzeln in Ehren zu halten.

    Liebe Grüße,
    Viola

  10. #10
    Fogwitch
    Gast

    AW: Ahnenkult

    Hallo,

    sicher rühren Zu-und Abneigungen gegen Orte von unseren dortigen Erlebnissen her.
    Als ich klein war, war es selbstverständlich öfter an die Gräber unserer Angehörigen zu gehen und frische Blumen hinzubringen.
    Ich liebte diesen kleinen Friedhof...es standen große Bäume dort, war aber nie dunkel und man hatte eine herrliche Aussicht, weil er auf an einem Hang lag. Vor allem liebte ich die Kindergräber, weil so schöne Engel darauf standen. In unserem Dorf war es üblich bei jeder Beerdigung mitzugehen und "die letzte Ehre" zu erweisen, weil ja Jeder, Jeden kannte. In jedem Urlaub gehe ich auf den dortigen Friedhof. Vor allem die italienischen Friedhöfe mag ich. Dort ist fast immer ein Bild des Verstorbenen. Von daher kann ich eine Abneigung gegen diese Orte nicht nachvollziehen und für mich gibt es dort auch keine schlechte Energie, und ich muss mich auch nicht speziell schützen. Und ist ein Friedhof nicht genau dafür da? Um zu trauern und Abschied zu nehmen?
    Viele Menschen brauchen es an ein Grab zu gehen; vor allem wenn sie älter sind. Früher war es auch üblich die Toten drei Tage im Haus aufzubahren und eine Totenwache zu halten. Ich finde es schade, dass dieser Brauch ausgestorben ist, und der Tod so tabuisiert wird.
    Und ich weiß, wovon ich rede....mein Bruder ist vor 2 Jahren gestorben.

    BB
    Fog

    hallo Lupa,
    ich frage mich, was wolltest Du nachts auf dem Friedhof?
    Toten beschwören??
    Möglich, dass sich ein erdgebundener Geist dort aufhält. Meistens haben die Leute ein schlechtes Gewissen oder eine unerledigte Aufgabe.
    So wie Du es schilderst, scheint es ein ganz bestimmtes Grab zu sein.
    Es wäre interessant, mal nachzuforschen, welche Geschichte dieser Mensch hatte. Und wenn Du magst, kannst Du ja ein Licht für ihn anzünden und für seine Erlösung beten.
    BB
    Fog

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