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Thema: Nisargadatta Maharaj

  1. #1
    Leah
    Gast

    Nisargadatta Maharaj

    Ein paar Aussagen dieses grossartigen Lehrers,
    die mich immer wieder zur "Besinnung" bringen.

    Der Körper-Geist Komplex ist in erster
    Linie ein Objekt, ein Phänomen,
    und kein Phänomen kann handeln.

    Daher wirst du nie deine wahre Natur
    erfahren können, wenn der Mittelpunkt
    deiner Wahrnehmung sich nicht wandelt.

    Wenn das Zentrum deiner Wahrnehmung
    ein Phänomen ist, dann wird dein Blick
    immer von diesem Phänomen ausgehen,
    wohin du ihn auch immer richtest.

    Wenn der Mittelpunkt der Wahrnehmung
    nicht selbst zum Noumenon
    (Nicht-Phänomen) wird, wirst du
    deine wahre Natur niemals sehen.

    ..............

    Das Grundprinzip von Nisargadatta ist:

    "Alles was du zu sein glaubst, bist du nicht"

    Shiva-Sutren:

    "Alles Wissen ist Fessel"

    Hierzu fällt mir jetzt ein, dass gern gesagt wird "Wissen ist Macht"

    Welche Einstellung nehmen wir nun dem Wissen gegenüber ein?
    Wie gehen wir damit um?

    Welchen Stellenwert geben wir dem Wissen?

  2. #2
    Thomas
    Gast

    AW: Nisargadatta Maharaj

    hi leah,

    danke dir für deine zeilen

    wissen ist die macht des egos über den verirrten geist^^ viele schulen sagen nicht ohne grund, dass wissen nicht-wissen ist und wir nichts wirklich -eben von uns selbst- wissen. wir meinen nur, etwas zu wissen, was zum einen auf (falscher, da nicht eigener) erfahrung beruht, zum anderen im unverständnis um die beschaffenheit der dinge.
    wir wissen schlichtweg nicht, warum die dinge sind wie sie sind oder warum etwas passiert, sondern interpretieren nur. das nennen wir dann wissen. und die dinge, die wir interpretieren sind nicht real, sind illusion. also quasi doppeltes unwissen.
    und letztlich -und darum geht es- sollten wir erkennen, wer wir wirklich sind. wenn wir dies wissen (durch echte erfahrung), wird alles andere wissen überflüssig. es ist ein gedanke - und der ist unbeschreiblich.

    liebe grüsse,
    thomas

  3. #3
    Leah
    Gast

    AW: Nisargadatta Maharaj

    Thomas, deiner Aussage stimme ich zu, trotzdem zog es mich noch weiter,
    und so fand ich einen Hinweis von Patanjali, dass das Anhaften an Allwissenheit
    und Allmacht den Samen von Knechtschaft enthält.

    Eine Versuchung, denen fortgeschrittene Yogis und andere Eingeweihte unterworfen
    werden.

    Die Natur der Versuchung hängt immer vom Entwicklungsstand ab, und so können wir
    jederzeit das Ziel so einer Attacke sein.

    Der Anfänger wird lediglich von Elementalen versucht, während bei einem höheren Stand
    des Wissens, die Angriffe von den großen Devas , die die Naturreiche beherrrschen,
    durchgeführt werden.

    Es ist gar nicht so einfach hier die nötige Achtsamkeit aufrecht zu erhalten.

  4. #4
    Thomas
    Gast

    AW: Nisargadatta Maharaj

    hi leah,

    ich denke bei mach einem ist die versuchung eher ein dutzend rolls-roys, weniger devas

    wenn wir vom nondualismus sprechen, ist die einzige versuchung das ego. so wie letztlich auch die transformation des egos den entwicklungsstand widerspiegelt. dennoch ist niemand vor dieser versuchung, oder nennen wir es dem reiz des besondern und der einzigartigkeit, gefeit.
    lediglich im karma hinsichtlich anhanftungen zeigen sich unterschiede - aber auch hier ist niemand perfekt oder teflonbeschichtet

    lg.t.

  5. #5
    Leah
    Gast

    AW: Nisargadatta Maharaj

    Dieser Gedankengang von Nisargadatta ist nicht so einfach:

    "Versuch nicht, dich zu ändern. Sieh,
    wie sinnlos aller Wechsel ist.
    Allein schon die Idee des Wandels ist falsch"

    Ergänzend dazu ein Ausführung von S. Wolinsky dazu:

    Jeder Versuch, sich selbst zum besseren Menschen zu machen, ist lächerlich.
    So als würde ein Schatten versuchen, ein noch besserer Schatten zu sein.
    Was die Psychologie nicht einsieht, ist die Tatsache, dass die Persönlichkeit,
    das "Ich" und seine Psyche, einzig aus dem Bewusstsein bestehen, das mit Hilfe
    des "Ich bin" verschiedene Ausprägungen annimmt. Das man sich verändern kann
    ist eine grundlegende Täuschung, die das Bewusstsein durch die Identifikation mit
    dem "Ich bin" dastellt. Diese Täuschung ensteht aus der Bewusstseinsverdichtung,
    die das "Ich bin" dastellt.
    Wenn sie wirklich herausfinden wollen, wer sie sind, dann müssen sie auch die Veränderung des Ichs, so wie desjenigen, der diese Veränderung
    aktiv bewirken will, als Spiegelungen des "Ich bin" letztlich also des Bewusstseins
    erkennen lernen.
    .........................

    Eigene Gedanken dazu:

    So wie ich es zu diesem Zeitpunkt erkenne .... wird die aussenerscheinliche Veränderung
    dadurch erfolgen ... dass das "Ich bin" im Menschen stärker und das "Ich" mehr und mehr
    in den Hintergrund geht.

  6. #6
    Thomas
    Gast

    AW: Nisargadatta Maharaj

    hi leah,

    versuche einmal das "ich" als illusionäre idee der trennung von gott zu verstehen.

    liebe grüsse,
    thomas

  7. #7
    Leah
    Gast

    AW: Nisargadatta Maharaj

    Thomas, es gibt Lehr-Übungsansätze, in denen das Ego durch bestimmte Operationen transformiert
    wird, so dass das Selbst durchscheint,
    Es kommt mir so vor, als befände sich das Ego in einer Nebelwolke, fern vom Licht der Sonne.

    Die erfolgreiche Transparenz des Egos liegt mir mehr, als eine rein negative Betrachtung des Egos.

    Wie ist deine Sichtweise zum Umgang mit dem Ego? ....... durch Transparenz verschwindet die Illusion
    der Trennung von Gott.

    Herzliche Grüsse ... Leah

  8. #8
    Thomas
    Gast

    AW: Nisargadatta Maharaj

    hi leah,

    ich sehe das ego nicht negativ, nur als das, was es ist: der gedanke von gott getrennt zu sein.
    das ego ist die nebelwolke, um deine worte zu verwenden. so kann man nebel nicht mit nebel transformieren, oder man kann sich nicht selbst über das ego retten. jeder gedanke, jedes gefühl ist das ego. und es lebt davon, den blick ins außen zu richten...
    meine sichtweise? hmmm, es durch erfahrung der einheit korrigieren zu lassen. ist schwer in worte zu fassen. frieden ohne zu denken ist ein anfang und die basis für alles weitere. dann üben, üben, üben und erkennen, was wahr und was illusion ist.
    bardons weg führt -ernst genommen- auch in diese richtung, wobei es sicherlich direktere wege gibt.

    liebe grüsse,
    thomas

  9. Folgendes Mitglied bedankte sich bei Thomas für dieses Posting:

    Leah (10.02.2011)

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