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hi,
bei der ersten (praktischen) Übung im WWA-Buch heißt es ja seine Gedanken beobachten zu lernen. meine Frage wäre -sollt man hier die Gedanken nur passiv beobachten...also sich keine Gedanken z.B. über Antworten auf einzelne Fragen suchen die auftauchen...oder?wie ich´s verstehe geht es nur darum sich der Gedanken bewusst zu werden die man so über den Tag üblich denkt, oder kann man hier auch gleich anfangen die Gedanken zu filtern...
z.B. wenn F.Bardon schreibt ...hier heißt es den Gedankengang nicht zu verlieren... bedeutet es also doch schon auch aktiv die Gedanken zu beeinflussen...
wie seht ihr das...?
lg zionoiz
Hallo Zionoiz,
Gedanken beobachten, darunter verstehe ich, alle kommenden Gedanken nur wie ein stiller Beobachter zu sehen und ziehen zu lassen.
Wie flüchtige Bekannte, die man trifft. Man grüßt und geht weiter ohne ein Schwätzchen zu halten und bei ihm stehen zu bleiben.
Am Anfang kommen vielleicht viele Gedanken und man kann sie nicht alle behalten. Aber mit der Zeit kommen sie nur noch vereinzelt. Man nimmt sie wahr und läßt sie weiterziehen.
Man beschäftigt sich nicht mit Ihnen.
Den Gedankengang nicht zu verlieren, darunter verstehe ich, dass ich - solange ich diese Übung mache - nicht einschlafe, sondern beobachte, was da so kommt.
Liebe Grüße Noah
hi zionoiz,
noah hat schon eine technik beschrieben. die andere wäre, bewußt (ohne zu verkrampfen) nicht an etwas (bestimmtes) zu denken.
wenn es bspw. darum geht, eine blaue kugel an die wand zu visualisieren, so sollte diese kugel eben blau und "rein" sein - ohne störgedanken wie "das essen heute mittag war aber furchbar" etc.
wenn man bewusst eine magische handlung vollzieht, sollten die gedanken auf nichts anderes gerichtet sein, als auch das zu schaffende.
anderes beispiel: einem süchtigen würde ich in den ersten phasen der abstinenz tunlichst dazu raten, eben nicht an den suchtauslöser/trigger zu denken. wie er dann konkret seine gedanken ablenken kann, ist eine andere frage und hängt vom individuum ab. auch spielen äußere faktoren wie bspw. werbung eine nicht unerhebliche rolle, da sie das/die elemental(e) nähren.
ich denke, es kommt immer darauf an, was ich bezwecken will. meditiere ich über eine bestimmte sache, können aufsteigende gedanken durchaus dienlich sein. es hängt aber wie gesagt von der art von ihnen ab, sprich in wie weit sein die eigenen elementale geläutert und das unterbewusstsein arbeitet mit.
es sollte sich eben nichts anstauen oder in gewissem rahmen unterdrückt werden (gegenbeispiel sucht), sondern ein fliessender, angenehmer prozess sein.
lieben gruss,
thomas
Ich bin ein relativ guter Abschreiber, was ich hiermut unter Beweis stellen möchte. Im Buch "Wege ins Unerforschte" von Dr. Mitchell (offiziell 6ter von 12 Männern auf dem Mond) ist auf Seite 229 folgendes zu lesen:
"Seltsamerweise ist Aufmerksamkeit monadisch, nicht dyadisch. Sie ist monokular, kein Multiprozessor; der Versuch, Aufmerksamkeit anderweitig zu fokussieren, verursacht tendenziell Disorientierung. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit von einem Objekt zum anderen verlagern, werden wir abgelenkt. Eine wirksame Form der Meditation, mit der Kohärenz und Gelassenheit erzeugt werden, besteht in der Konzentration auf das, was zwischen den Dingen, zwischen den Gedanken liegt, und in dem Versuch, die Aufmerksamkeit an nichts festzumachen. Diese Methode läßt Gedanken und geistige Bilder einfach unser Bewusstsein passieren und verklingen, bis die Aktivität des Gehirns zur Ruhe kommt und Stille und Leere einkehren. Mit einiger Übung lässt sich damit der Samadhi-Zustand erreichen. Eine andere Methode besteht in der kontinuierlichen, ununterbrochenen Konzentration auf ein Objekt. Dies lässt den Geist Details entdecken, die sich ihm zuvor entzogen haben. Geübtheit in dieser Methode läßt die Empfindung entstehen, mit dem Objekt zu verschmelzen. Beide Wege sind wirkungsvoll und helfen, geistige Prozesse zu kontrollieren und zu disziplinieren, Fragmentierungen und Ablenkungen zu verringern und Bewußtsein zu erweitern.
Albert Einstein machte sich letztere Technik in einer abgewandten Weise zunutze, um sich beim Lesen wissenschaftlicher Texte besser konzentrieren zu können. Er entwickelte dabei einen "Ableckungsindex", wie er es nannte. Jedesmal, wenn seine Aufmerksamkeit von dem Text, den er las, abgelenkt wurde, notierte er es und zählte dann die Ablenkungen in einem gewissen Zeitraum. Nach jeder Ablenkung sagte er sich zur Bekräftigung: Ich werde mich nicht wieder ablenken lassen. Durch Übung, wie er bemerkte, reduzierte sich die Zahl der Ablenkungen schnell auf Null.
Eine der Folgen, die sich aus dem limitierten monukularen Fokus unserer Aufmerksamkeit ergibt, ist das Auftauchen von Dualismen. Die dyadische Beziehung aber entgeht uns. Während wir auf ein Objekt konzentriert sind, erfassen wir nicht seine Verbindung zu etwas anderem. Wenn wir uns eine Seite einer Münze ansehen, ist die Rückseite nicht sichtbar. In dem Moment, in dem wir unsere Aufmerksamkeit auf irgendein Objekt richten, scheint das übrige Universum weniger real zu sein oder weiter weg."
wir sind also nicht multitasking fähig
danke fürs abtippen, dyon
Hallo,
ich habe vor einiger Zeit mit dem Buch "Der Weg zum wahren Adepten" von Franz Bardon zu arbeiten begonnen und bin nun bei der Gedankenleere seit einigen Wochen. Aber ich komme dabei nicht weiter. Dauert es wirklich Jahre bis man 10 Minuten Gedankenleere schafft? Soll man sich da in einem meditativen Zustand befinden oder Yoga können um das zu erreichen? Ich wollte Euch fragen, wie Ihr das erlernt habt und wie lange es bei Euch gedauert hat? Kann man nach einiger Zeit dann weitergehen und nebenbei immer noch die Gedankenleere üben? oder muss man erst die 10 Minuten erreicht haben, um weiterzugehen? Warum ist gerade die Gedankenleere so wichtig und wie erlernt man sie richtig?
Liebe Grüße,
Viola
Hallo Viola!
An diesem Kapitel bin ich ebenso. Wie man es lernt? Einfach mit Geduld.. immerwieder probieren, probieren, probieren... Jede Gelegenheit nutzen, um Gedankenleere zu erzeugen.
Wie man es handhaben möchte, ist jedem selbst überlassen. Ich selbst mache die Gedankenübungen zu jederzeit wie es mir grad einfällt und habe die nächsten Kapiteln gelesen mit den nächsten Übungen. Was sollte dagegen sprechen, mehrere Übungen parallel zu machen? Wenn ich mich recht entsinne, war das auch irgendwo angesprochen im Buch, wer es kann, kann auch an mehrere Übungen parallel arbeiten.
Gedankenleere zu erzeugen ist sehr wichtig, um eigene Gedanken, von Fremdgedanken unterscheiden zu können, wie auch die vorherigen Übungen, nur an einer gedankenfaden zu verbleiben und alle anderen bewusst zu unterdrücken. Diese Übungen sind Grundvorraussetzung für später Hellsichtigkeit und Telepathie.
Viele Grüße
Singar
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