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Thema: Portale in die Gedankenstille

  1. #1
    Bronte
    Gast

    Portale in die Gedankenstille

    Hallo zusammen,

    ich habe die Erfahrung gemacht, dass die GEdankenstille nciht nur einfach kommt, sondern ein feines Gleichgewicht von Körpergefühl, WAchheit und Willen ist.
    Um in die Stille zu kommen, habe ich für mich so genannte Portale entdeckt. Also Wege, durch die ich in die Stille komme. GEht es Euch auch so? Habt ihr auch so was, was ich jetzt Portale nenne? Wie wäre es, wenn wir sie sammeln würden?

    Also, meine Portale:

    1. Atembeobachtung
    2. auf inneren Körper konzentrieren
    3. das Bild eines GEgenstandes gedanklich festhalten und drauf konzenrieren
    4. Einen Satz immer wieder gedanklich wiederholen

    WElche Portale habt ihr?

    Viele Grüsse, Alex

  2. #2
    Lilo
    Gast
    Hi Alex,

    ich lege mich entspannt hin, sage mir, dass alle meine Gedanken auf kleinen weißen Wolken davonziehen und schon ist Ruhe.
    Ich merke erst später, dass ich keine Arme und Beine, ja keinen Körper mehr fühle.

    Ich konzentriere mich auf nichts - auch nicht auf den Atem.
    Ich höre den Atem und wenn die Konzentration nachlassen will, was selten passiert, atme ich auch lauter, aber ich höre ihn nur, ohne mich wirklich darauf zu konzentrieren. Ich bin leer. und ich sehe auch nur Leere.

    Ich habe es aber auch schon anders gemacht. Mit jedem kräftigen Atemzug habe ich eine Perle an meiner Schnur weitergeschoben. Nach etwa 160 Perlen (4 x die Runde) waren 10 Min um.

    Ein Bild gedanklich festhalten, habe ich mit einem Satz verbunden, den ich ca. 120 x wiederholt habe. Auch hier die Perlenschnur.

    Gedanken beobachten, fand ich für mich am schwierigsten. Aber auch das hat dann irgendwann geklappt. Man stellt sich einfach als Beobachter hin, sieht Gedanken kommen, nimmt sie wahr, beschäftigt sich aber nicht mir ihnen, sondern läßt sie weiterziehen.
    Das ist so, als ob man irgendwelche Leute trifft, die man oberflächlich kennt. Man grüßt und geht vorbei - ohne ein Schwätzchen zu halten.

    Gruß Lilo

  3. #3
    wlt
    Gast
    Hallo miteinander

    mein Protal ist die Erde. Ich stelle mir vor ich würde wie ein Astronaut ganz allein über der Erde schweben.

    Unter mir der blaue Planet und über mir die schwärze des Weltraums. Wenn ich dann etwas immaginieren will, so sehe ich auf einen Stern, der immer näher und näher kommt und zu dem Objekt wird, daß ich sehen möchte.

    bis denn
    Walter

  4. #4
    Bronte
    Gast
    Hallo zusammen,

    die Stille ist ja ein Phänomen/Zustand, das/der relativ persönlich mit der individuellen Meditationspraxis verbunden ist. Da sie aber dennoch ein Zustand ist, der eine immer größere Tiefe (zumindest entsprechend meiner Erfahrung) eröffnet und immer wieder neu bekannte EBenen erreicht, sammele ich Zugänge zur STille .

    Als ich "Erinnerungen an Franz Bardon" gelesen haben, ist mir eine bezogen auf die Stille interessante Stelle aufgefallen. Ich habe sie unten reinkopiert. Im PDF, das ihr unter dem Link im Bücherdownload findet, ist die Stelle auf Seite 21 unten. Der letzte Abschnitt.

    "Die Gedanken, die sich von selbst melden, soll man vorbeilaufen lassen, ohne dazu Stellung zu nehmen und sich wie ein Fremder dazu verhalten. Manche kommen wiederholt vorbei - es ist der Spiegel unseres Unterbewußtseins, bestehend aus Gedanken, unseren Wünschen, Befürchtungen und Träumen, die uns im Wachzustand meistens beschäftigen, uns auch belästigen, uns Kräfte wegnehmen und am fruchtbaren Handeln hindern. Durch Nichtbeachtung vermeiden wir die Kraftabgabe, denn die Gedanken erschöpfen sich, werden schwach und schwächer, bis sie sich vollkommen in entsprechende Elemente zerlegen und auflösen, und somit die Macht über uns verlieren. Es ist dieser Zustand der Leere, Gedankenstille, auch negativer Zustand genannt. Es genügen meist 10 Minuten, und am Ende kommt das ersehnte Leeregefühl, wo wir
    nichts spüren, nichts sehen, nichts fühlen, nichts schmecken, nichts riechen. Der Körper befindet sich in einer entspannten Sitzhaltung, Asana, ganz locker. Nun können wir uns intensiv, ohne lästige Eindrücke, richtig zielbewußt und ungestört konzentrieren."

    Vielleicht ist es für Euch ja auch interessant... Viele Grüsse, Alex

  5. #5
    Zlan
    Gast
    Hallo,

    das was man anschaut verschwindet, das was man ablehnt wird verstärkt.

    Durch Nichtbeachtung vermeiden wir die Kraftabgabe, denn die Gedanken erschöpfen sich,
    Das Gegenteil ist richtig, die Beobachtungen/Beachtung der Gedanken ohne Einwirkung/Beeinflussung führt zu einem Abnehmen der Gedanken und somit zum Auftreten eines reinen/gedankenlosen Bewußtseins.



    Zlan

  6. #6
    Bronte
    Gast
    Hi Zlan,

    aus meiner Erfahrung stimmt beides. Die Beobachtung führt einen ins Jetzt --> GEdanken werden weniger --> STille tritt ein.

    Aber auch das Zulassen von GEdanken ohne ihnen Aufmerksamkeit zu widmen, ist hilfreich. Es verhindert, dass der GEdanke über den GEdanken ablenkt. Und es führt einen in einen Fluss rein. Das Zulassen ohne Aufmerksamkeit schaltet Widerstand aus. Es fokussiert die KOnzentration und den Willen.

    Letztendlich sind sich die Methoden alle recht ähnlich. Man muss nur einen Weg/ein Portal für sich selber finden. Und wenn man das gefunden hat, funktioniert es auch.

    Viele Grüsse, Alex

  7. #7
    Zlan
    Gast
    Mensch Alex,

    jetzt hab ich schon wieder was von Dir gelernt!

    das Zulassen von GEdanken ohne ihnen Aufmerksamkeit zu widmen
    ist allerdings keine Methode die Franz Bardon erwähnt.

    Dein Schüler

    Zlan


  8. #8
    Bronte
    Gast
    Zitat Zitat von Zlan
    ist allerdings keine Methode die Franz Bardon erwähnt.
    aber ein bewährtes Prinzip. Widmest Du Aufmerksamkeit, stärkst Du. Entziehst Du Aufmerksamkeit, schwächst Du...

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