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Thema: Wie ist diese Übung gemeint?

  1. #1
    Tyrann
    Gast

    Wie ist diese Übung gemeint?

    Bardon schreibt, dass man sich, nachdem man es geschafft hat, seine Gedanken zu beobachten, einen Gedanken aussuchen soll und diesen dann intensiv denken soll, störende Gedanken vertreiben, etc.

    Lässt sich ja eigentlich ganz leicht verstehen, ABER, wie ist das mit dem Gedanken gemeint? Wie macht ihr das? Wenn ich den Satz "Ich bin groß" oder das Wort "Schön" nehme, dann ist das ja irgendwann "zuende gedacht" und man muss den Gedanken wiederholen, z.B. "Schön, schön, schön, schön", oder? Irgendwie denke ich aber nicht, dass ich die Übung so richtig verstanden habe, weshalb ich meist eine Visualisation mache, z.B. von einem roten feuerzeug und versuche mich nur darauf zu konzentrieren. Aber das ist ja eigentlich schon Stufe 2. Wie soll ich das also machen? Ich bin ratlos.


    Liebe Grüße,

    Tyrann

  2. #2
    Viola
    Gast

    AW: Wie ist diese Übung gemeint?

    Hallo Tyrann,

    ich denke mir, dass ein Gedanke mehr als ein Wort oder ein Satz sein kann. Wenn ich z.B. an meinen Garten denke, da hätte ich stundenlang Beschäftigung, nur mit diesem Gedanken. Aber natürlich kann man auch einfache Gedanken nehmen, z.B. an einen Freund oder an ein Tier, oder ein Ding ... und man kann das in Gedanken sehen und dann immer nur bei diesem Gedanken bleiben und nicht abschweifen.

    Liebe Grüße,
    Viola

  3. #3
    Sir Aaron
    Gast

    AW: Wie ist diese Übung gemeint?

    Hi Tyrann,

    sieh dir bitte mal das folgende an; vielleicht kannst du mit den Ausführungen zu der betreffenden Übung in Stufe 1 was anfangen. Ich jedenfalls finde diese als Ergänzung zu Bardons Erklärung bzw. Anweisungen sehr hilfreich. Zitiert aus "Rawn`s Commentary Upon":

    Was ist ”Gedankenkontrolle"?

    In den einführenden Übungen beschreibt Bardon drei Arten der geistigen Disziplin oder Meditation. Die erste Art beschäftigt sich lediglich mit der Beobachtung, was sich in Ihren Gedanken abspielt. In dieser Übung blockiert der Schüler keine Gedanken, sondern beobachtet sie nur. Mit der Zeit und wiederholten Übungen werden Sie bemerken, dass sich die Gedankengänge verlangsamen. Aber was wirklich passiert ist, dass Sie sich auf eine andere, nicht so verworrene Stufe der Geistesarbeit umstimmen. Das ist nicht etwas, das man erzwingen kann, deshalb bringt es nichts, auf dieser Stufe bestimmte Gedanken zu unterdrücken, während man andere durch lässt. Von Bedeutung sind aber andere Ablenkungen, z.B., eine Auto Alarmanlage, die man in der Entfernung hört, oder der bellende Nachbarhund. Diese Dinge können die Aufmerksamkeit von der Gedankenkontrolle ablenken. Obwohl diese Dinge nicht Ihrer Kontrolle unterstehen, ist Ihre Reaktion darauf kontrollierbar. So müssen Sie lernen, wie man diese Ablenkungen schnell übergeht und die Aufmerksamkeit wieder auf die eigentliche Arbeit konzentriert. Anfänglich mag das schwierig sein, aber mit ausdauernder Übung werden Ihre Fähigkeiten sich zu konzentrieren so gestärkt, dass solche äusserlichen Ereignisse nicht mehr ablenken; oder vielmehr, die Ablenkung wird so kurz sein, dass sie Ihre Übung nicht mehr unterbricht.

    Eine andere Art der Ablenkung ist, dass Sie die auftauchenden Gedanken im Geiste verfolgen wollen. Die Aufgabe ist aber sich von der Beschäftigung mit Ihren individuellen Gedanken zu distanzieren – Sie sollen nur Beobachter sein, nicht Teilnehmer. Anfangs ist das sehr schwierig, aber mit ausdauernder Übung werden Sie lernen sich zu distanzieren und zu beobachten. Ganz egal wie schwierig diese Übung am Anfang für Sie ist, geben Sie nicht auf. Dies ist eine hochwichtige Vorarbeit für die Übungen, die folgen. Sie besitzen bereits die natürliche, im Allgemeinen unterbewusste Fähigkeit alles zu tun, was im “Weg zum Wahren Adepten” gelehrt wird – das Training bringt nur das bisher Unbewusste auf die Ebene des Bewusstseins.


    Was ist “Gedankenzucht” oder “Fokustiefe”?

    Die zweite Art der geistigen Disziplin oder Meditation, die in der Stufe Eins beschrieben ist, betrifft eine scharfe Konzentration. Hierbei konzentriert man seine Gedanken auf eine einzige Idee und verdrängt all anderen Gedanken. Diese Praxis stimmt den Geist letztlich auf eine noch höhere mentale Stufe ein. Wenn Sie gelernt haben, diese äußerlichen Ablenkungen mit relativer Leichtigkeit zu bewältigen, und einen Zustand der Beobachtung des ruhigen Geistes erreicht haben, dann brauchen Sie nur noch einen einzelnen Gedanken auszuwählen und sich allein auf diesen zu konzentrieren. Die Art der Ablenkung, die Sie hier antreffen ist die Eindringung assoziierter und nicht-assoziierter Gedanken, und die Gewohnheit Ihres Geistes sich mit diesen fremden Gedanken zu beschäftigen. Wenn wir die Analogie des Einstimmens des Geistes bedenken, wird es deutlich, dass der Geist auf jeder Frequenz vorhersagbar arbeitet. Auf der Frequenz des täglichen Lebens tauchen Gedanken in großer Häufigkeit und Variation auf und wir kontrollieren sie wenig. Auf der Frequenz des Beobachters enthält der Geist weniger Gedanken, aber er funktioniert noch immer auf der Stufe des täglichen Lebens. Die Beobachtungsübung verlegt den Fokus lediglich auf eine andere Frequenz, aber lässt die Frequenz des täglichen Lebens nicht ganz verschwinden. Das gleiche trifft auf die Frequenz der scharfen Konzentration zu – der Beobachter und die Frequenzen des täglichen Lebens sind noch immer vorhanden, aber der Geist ist auf eine höhere Frequenz eingestimmt. Es ist als ob die
    Hintergrundgeräusche der anderen Frequenzen noch immer da sind, aber dem Hintergrund zugeschrieben sind und aus dem derzeitigen Fokus entfernt wurden. Mit dem Eindringen ungewollter Gedanken während der scharfen Konzentrationsübung fertigzuwerden ist so ähnlich wie die Handhabung der äußerlichen Ablenkungen, die Sie in der Beobachtungsübung gelernt haben. Um Ihren Geist auf die richtige Frequenz der scharfen Konzentration einzustimmen, müssen Sie lernen wie man die ungewollten Gedanken schnellstens fallen lässt und die Aufmerksamkeit zurückgewinnt. Je mehr Sie das tun, umso schneller können sie es, und letztendlich geht es so schnell, dass diese Ablenkungen Ihre Übung nicht mehr unterbrechen. Bekämpfen Sie den natürlichen Arbeitsgang Ihres Geistes nicht, da dies nur zu Frustrationen führt. Die beste Taktik ist Ihren Geist zu “überreden”. Sie kontrollieren Ihren Geist, nicht anders herum, und alles was Sie dazu benötigen, ist es, die Kontrolle die Sie bereits haben, ins Bewusstsein zu bringen. Nochmals, geben Sie nicht auf, falls es am Anfang nicht klappt. Auch dies zu beherrschen ist für die zukünftigen Übungen eine äußerst wichtige Fähigkeit.


    Weiteres zu allen Übungen im WWA findest du hier:

    http://www.abardoncompanion.com/IIH-Com-de.pdf

    Liebe Grüße,

    -Aaron-

  4. #4
    Tariel
    Gast

    AW: Wie ist diese Übung gemeint?

    Nabend Tyrann,

    du vermischt zwei Übungen,obwohl sich Bardon durch wenig Worte genau ausdrückt.

    ("Du wirst dein eigenes Magiebuch schreiben lernen müssen".)

    Die zweite Übung beschreibt also Achtsamkeit auf das Handeln im Jetzt,bewußt leben,nur Gedanken zum jetzigen Tun zulassen.Alle Gedanken,die nichts mit der ausführenden Sache zu tun haben,abweisen.Das ist eine Übung,die es wirklich in sich hat,denn der normale und schwach-sinnige Mensch ist gewohnt,den ganzen Tag nur un-sinniges Zeug,geleitet von seinen Gefühlen und Empfindungen,zu denken.Man kann auch nicht wirklich vom Denken des gewöhnlichen Menschen sprechen,denn er kann nicht denken,er wird gedacht.

    In dem Link kannst du dir die dich unterstützenden Dinge für das Studium heraussuchen,oder es ganz übernehmen.Wichtig ist das Lesen um zu verstehen,aber ich befürchte,mit dem Lesen ist es wie mit dem Denken.

    Satipatthana Index

    Die zweite Übung Bardon beschreibt also SATIPATTHANA,und Bardon: Sie müssen es fertig bringen,sofort ein anderer Mensch zu werden!

    Wenn man bei dieser Übung weilt und Gedanken abwehrt,überkommt einem oft das Gefühl,als ob man etwas verpasst.Es ist in jeder Weise so zu sehen,sich in dieser Hinsicht als Junkey zu bezeichnen.Aber man muß durch diesen Entzug.Indem man die Übung von wenig nach längeren Zeiten ausdehnt,gewöhnt sich der Geist und die Seele daran.Übung macht den Meister.

    Wie gesagt,eigenes Magiebuch entwickeln durch eifriges Studium und selbstständiges Denken und Meditieren.

    Liebe Grüße
    Tariel

  5. #5
    Tyrann
    Gast

    AW: Wie ist diese Übung gemeint?

    Vielen dank!

    Ich bleibe wohl erst noch mal bei der Beobachtungsübung, denn ich habe gemerkt, dass ich noch Arbeiten muss, bevor ich mit dieser Übung beginnen sollte.

  6. #6
    Tariel
    Gast

    AW: Wie ist diese Übung gemeint?

    Die zweite Mentalübung kannst du beim Staubsaugen,morgendliche Waschungen,Zähneputzen,besonders beim Essen,Fahrrad fahren,bei jeder Gelegenheit üben.

    "Einfach" die Gedanken,die einen so kommen wollen,nicht zulassen.Mit der Zeit kommen keine Gedanken mehr.

    Wenn bei etwas gedacht werden muß,wie Schulaufgaben,arbeiten,schreiben usw.,einfach nur bei diesen Aufgaben bleiben und Gedanken,die nichts mit der Sache zu tun haben abweisen.

    G.Tariel

  7. #7
    Tyrann
    Gast

    AW: Wie ist diese Übung gemeint?

    Dankeschön!

  8. #8
    Tariel
    Gast

    Das Wort zum Sonntag

    Die Übungen sind alle einfach.Das schwierige daran ist,Durchhaltevermögen und Gewohnheit zum regelmäßigen üben zu entwickeln.

    Das erkennt man,wenn man mit der rechten Motivation,dem Wissen,Wagen,Wollen und Schweigen ans magische Werk geht.Ein Erfolg ist dann nicht zu verhindern.

    "Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen"

    Die materielle Welt darf nur noch eine untergeordnete Rolle spielen,die Geistige muß Vorherrschaft gewinnen.

    Dann wurde hier noch vor kurzen gesagt:

    "Bardon selbst hat uns empfohlen, mit unseren eigenen westlichen Traditionen
    zu arbeiten."

    Was für ein Hohn,genau das Gegenteil ist der Fall,was Bardon auch zu verstehen gibt.Osten und Westen muß Einheit werden,genau wie Mann und Frau!

    Wer wirklich Magier werden will,muß seine Eigenpersönlichkeit aufgeben und Diener des Höchsten werden.

    Ansonsten ist auch dieses Magiergedudle nur eine Illusion in der Illusion.Umsomehr das Ego losgelassen und transformiert wird,destomehr zieht der Chela in die Gefilde Gottes durch Gleichartigkeit ein.

    Man mache sich über das Muladhara uns Sexualchakra schlau,denn ihre Bearbeitung ist in der materiellen Welt die wichtigste Mission,da wir unweigerlich in ihnen feststecken,und sie das größte Potential zur Entwicklung des materiellen beinhalten!

    Liebe Grüße
    Tariel






  9. #9
    Viola
    Gast

    AW: Wie ist diese Übung gemeint?

    Hi Tariel,

    was ist denn das Muladhara? Und wie sollen wir das Sexualchakra bearbeiten? In dem man lieber keusch lebt? Glaubst Du hat es Vorteile für die Spiritualität wenn man keusch lebt? Aivanhov sagt das ja, auch ein alter, spiritueller Brieffreund von mir, behauptet das. Was ist da dran?

    Liebe Grüße,
    Viola

  10. #10
    Tyrann
    Gast

    AW: Wie ist diese Übung gemeint?

    Hallo Viola!

    Die Frage ging zwar nicht an mich, aber das Muladhara ist das Wurzelchakra. Mehr darüber und die entsprechenden Analogion findest du auf Chakra – Wikipedia

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