damit wir noch etwas zu lesen haben :001_rolleyes:
"Aus der Praxis für die Praxis" heißt eine Abhandlung von einer gewissen Seila Orienta. Es soll eine Erweiterung zum WWA sein, in der auf jede Stufe einzeln eingegangen wird. Es gibt eine freie Leseprobe für die Stufe I. Ich bin neugierig, was ihr von der Erklärung zum Seelenspiegel haltet.
Hier der Text (ich hab die Einleitung weggelassen):
Stufe I
Magische Geistesschulung
Zur Gedankenkontrolle
Die Gedankenkontrolle ist der Schlüssel für alle weiteren Geistesübungen, aber auch für den Alltag von größter Wichtigkeit. Sie lehrt uns am Ende das Bewusste Leben in jeder Hinsicht und Kleinigkeit. Einmal beherrscht wird sie unbewusst alle Ebenen des Denkens beeinflussen, kurz gesagt, es zeichnet den Menschen und den Magier mit Kontrolle der Gedanken ein ethisches Leben vor. Jeder gedankliche Fehltritt wird bemerkt, der dann zu beseitigen ist, und somit übt man schon Einfluss auf das mentale Karma. Ich könnte noch viel darüber schreiben, aber diese kurzen Andeutungen sollten jedoch reichen.
Zur Gedankenzucht
Die Gedankenzucht befähigt uns, in jeder Situation ein geistiger Sieger zu sein, weil der Übende fähig ist, Grundgedanken festzuhalten, wird man z. B. aus jedem Streit als Sieger hervorgehen, da der durchschnittliche Mensch allzu schnell vergisst, warum der Streit überhaupt entstanden ist. Anders der Magier, dem der Grundgedanke durch seine Übungen stets bewusst bleibt und am Ende klar den Punkt des Streites deutlich wiederholen kann, was seinem Gegenüber sofort erstummen lässt. Dieser hat inzwischen durch Wut und Unzulänglichkeit viele Dinge gesagt, die mit dem Streit nichts mehr zu tun haben und muss schließlich erkennen, dass er nicht fähig ist, beim ursächlichen Streitpunkt zu bleiben. Dieses Beispiel sollte genügen, obwohl eine Vielfalt von anderen Dingen zugunsten des Übenden ausfallen werden (Diskussionen, Erziehung, alltägliches Beisammensein mit Menschen, u.s.w.). Das soeben gesagte gilt natürlich auch für Tiere und Pflanzen! Die meditative Einstellung beantwortet die ungelösten Fragen von selbst.
Zur Gedankenausschaltung (Gedankenbeherrschung)
Diese Übung wird dem Akashaprinzip zugeschrieben. Die Gedankenausschaltung ist eine der schwierigsten Übungen und kann in ihrer Tiefe erst nach jahrelangem bemühen beherrscht werden. Ihr Geheimnis ist überaus groß: wer es fertig bringt, 10 Minuten ohne jeglichen Gedanken zu sein, der wirkt auf seinen Mentalkörper wie eine heilende und aufbauende Kraft. Verlängert man diese Übung und gelingt uns eine Vertiefung derselben, so erreicht man einen Zustand der Raum- und Zeitlosigkeit. Man vergisst den Körper ganz und gar und man hat das Gefühl der absoluten Freiheit. Noch weitere Vertiefungen führen zur Verbindung mit Akasha, welches sich als universelles Licht ohne Zeit und Raum bemerkbar macht, und in dem Übenden tiefe Spuren der Verehrung und Erleuchtung hinterlassen. Auch über diese Übung könnte man viel sagen, was dann aber sehr abstrakt und wahrscheinlich unverständlich wäre. Dies alles und mehr beinhaltet die 1. Stufe der Mentalausbildung.
Magische Seelenschulung
Die Introspektion ist eine Annäherung Schritt für Schritt in das Akashaprinzip. Das, was wir magisches Gleichgewicht nennen, ist der Ausdruck Gottes in uns. Das Wort Gleichgewicht gilt ja insbesondere für Akasha, da es ja selbst alles im Gleichgewicht hält, so auch den Menschen. Er ahmt das Höchste nach und bringt sich und seiner Umgebung das höchste Glück der vier Eigenschaften des TETRAGRAMMATONS. Das Geheimnis der Introspektion liegt darin, dass wir nicht nur alle negativen Eigenschaften ins Gleichgewicht bringen, sondern auch später die positiven auf eine Gleichzahl von Eigenschaften hinzuziehen oder abziehen. Wenn wir uns den Makrokosmos aus universeller Sicht ansehen, so finden wir, dass jeder Genius einen Gegengenius hat und das im ausgeglichenen Maße in allen Sphären. Nach dem Prinzip, dass das was oben ist, auch das ist, was unten ist, bestätigt die Ansicht des Seelenspiegels. Wollten wir nur Licht sein, so würde der Schatten vergehen, ohne welchen das Licht keinen Bestand haben könnte. Wir würden also einseitig sein und müssten unsere Individualität aufgeben. Bei der Arbeit des Seelenspiegels wird allerdings erst die dunkle Seite bearbeitet. Erst wenn diese vollkommen ausgeglichen ist, passen wir den hellen Seelenspiegel dem dunklen Seelenspiegel an. Erst dann kann man von Gleichgewicht sprechen. Würden wir alle negativen Eigenschaften vernichten, wären wir in jeder Situation hilflos und könnten im Leben nicht bestehen. Das magische Gleichgewicht bedeutet in uns eine Stärkung des Akashaprinzipes oder auch Gottesprinzipes, welches dann unsere Handlungen und Taten selbst leitet, wobei das Gesetz von Ursache und Wirkung ausgeschaltet ist, denn wie könnte Karma Gott beschuldigen? Auch diese Andeutungen sind knapp, und wollte man sie alle anführen, dann müsste man ein eigenes Buch schreiben.
Die Körperschulung der ersten Stufe ist so beschrieben, dass ich dem nichts hinzufügen kann.



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