+ Antworten
Seite 1 von 2 1 2 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 13

Thema: Aus der Praxis für die Praxis

  1. #1
    Carl
    Gast

    Aus der Praxis für die Praxis

    damit wir noch etwas zu lesen haben :001_rolleyes:
    "Aus der Praxis für die Praxis" heißt eine Abhandlung von einer gewissen Seila Orienta. Es soll eine Erweiterung zum WWA sein, in der auf jede Stufe einzeln eingegangen wird. Es gibt eine freie Leseprobe für die Stufe I. Ich bin neugierig, was ihr von der Erklärung zum Seelenspiegel haltet.
    Hier der Text (ich hab die Einleitung weggelassen):

    Stufe I
    Magische Geistesschulung
    Zur Gedankenkontrolle
    Die Gedankenkontrolle ist der Schlüssel für alle weiteren Geistesübungen, aber auch für den Alltag von größter Wichtigkeit. Sie lehrt uns am Ende das Bewusste Leben in jeder Hinsicht und Kleinigkeit. Einmal beherrscht wird sie unbewusst alle Ebenen des Denkens beeinflussen, kurz gesagt, es zeichnet den Menschen und den Magier mit Kontrolle der Gedanken ein ethisches Leben vor. Jeder gedankliche Fehltritt wird bemerkt, der dann zu beseitigen ist, und somit übt man schon Einfluss auf das mentale Karma. Ich könnte noch viel darüber schreiben, aber diese kurzen Andeutungen sollten jedoch reichen.
    Zur Gedankenzucht
    Die Gedankenzucht befähigt uns, in jeder Situation ein geistiger Sieger zu sein, weil der Übende fähig ist, Grundgedanken festzuhalten, wird man z. B. aus jedem Streit als Sieger hervorgehen, da der durchschnittliche Mensch allzu schnell vergisst, warum der Streit überhaupt entstanden ist. Anders der Magier, dem der Grundgedanke durch seine Übungen stets bewusst bleibt und am Ende klar den Punkt des Streites deutlich wiederholen kann, was seinem Gegenüber sofort erstummen lässt. Dieser hat inzwischen durch Wut und Unzulänglichkeit viele Dinge gesagt, die mit dem Streit nichts mehr zu tun haben und muss schließlich erkennen, dass er nicht fähig ist, beim ursächlichen Streitpunkt zu bleiben. Dieses Beispiel sollte genügen, obwohl eine Vielfalt von anderen Dingen zugunsten des Übenden ausfallen werden (Diskussionen, Erziehung, alltägliches Beisammensein mit Menschen, u.s.w.). Das soeben gesagte gilt natürlich auch für Tiere und Pflanzen! Die meditative Einstellung beantwortet die ungelösten Fragen von selbst.
    Zur Gedankenausschaltung (Gedankenbeherrschung)
    Diese Übung wird dem Akashaprinzip zugeschrieben. Die Gedankenausschaltung ist eine der schwierigsten Übungen und kann in ihrer Tiefe erst nach jahrelangem bemühen beherrscht werden. Ihr Geheimnis ist überaus groß: wer es fertig bringt, 10 Minuten ohne jeglichen Gedanken zu sein, der wirkt auf seinen Mentalkörper wie eine heilende und aufbauende Kraft. Verlängert man diese Übung und gelingt uns eine Vertiefung derselben, so erreicht man einen Zustand der Raum- und Zeitlosigkeit. Man vergisst den Körper ganz und gar und man hat das Gefühl der absoluten Freiheit. Noch weitere Vertiefungen führen zur Verbindung mit Akasha, welches sich als universelles Licht ohne Zeit und Raum bemerkbar macht, und in dem Übenden tiefe Spuren der Verehrung und Erleuchtung hinterlassen. Auch über diese Übung könnte man viel sagen, was dann aber sehr abstrakt und wahrscheinlich unverständlich wäre. Dies alles und mehr beinhaltet die 1. Stufe der Mentalausbildung.
    Magische Seelenschulung
    Die Introspektion ist eine Annäherung Schritt für Schritt in das Akashaprinzip. Das, was wir magisches Gleichgewicht nennen, ist der Ausdruck Gottes in uns. Das Wort Gleichgewicht gilt ja insbesondere für Akasha, da es ja selbst alles im Gleichgewicht hält, so auch den Menschen. Er ahmt das Höchste nach und bringt sich und seiner Umgebung das höchste Glück der vier Eigenschaften des TETRAGRAMMATONS. Das Geheimnis der Introspektion liegt darin, dass wir nicht nur alle negativen Eigenschaften ins Gleichgewicht bringen, sondern auch später die positiven auf eine Gleichzahl von Eigenschaften hinzuziehen oder abziehen. Wenn wir uns den Makrokosmos aus universeller Sicht ansehen, so finden wir, dass jeder Genius einen Gegengenius hat und das im ausgeglichenen Maße in allen Sphären. Nach dem Prinzip, dass das was oben ist, auch das ist, was unten ist, bestätigt die Ansicht des Seelenspiegels. Wollten wir nur Licht sein, so würde der Schatten vergehen, ohne welchen das Licht keinen Bestand haben könnte. Wir würden also einseitig sein und müssten unsere Individualität aufgeben. Bei der Arbeit des Seelenspiegels wird allerdings erst die dunkle Seite bearbeitet. Erst wenn diese vollkommen ausgeglichen ist, passen wir den hellen Seelenspiegel dem dunklen Seelenspiegel an. Erst dann kann man von Gleichgewicht sprechen. Würden wir alle negativen Eigenschaften vernichten, wären wir in jeder Situation hilflos und könnten im Leben nicht bestehen. Das magische Gleichgewicht bedeutet in uns eine Stärkung des Akashaprinzipes oder auch Gottesprinzipes, welches dann unsere Handlungen und Taten selbst leitet, wobei das Gesetz von Ursache und Wirkung ausgeschaltet ist, denn wie könnte Karma Gott beschuldigen? Auch diese Andeutungen sind knapp, und wollte man sie alle anführen, dann müsste man ein eigenes Buch schreiben.
    Die Körperschulung der ersten Stufe ist so beschrieben, dass ich dem nichts hinzufügen kann.

  2. #2
    Raven
    Gast

    AW: Aus der Praxis für die Praxis

    Vielen Dank für den super Beitrag!

    Zitat Zitat von Carl Beitrag anzeigen
    Zur Gedankenausschaltung (Gedankenbeherrschung)
    Diese Übung wird dem Akashaprinzip zugeschrieben. Die Gedankenausschaltung ist eine der schwierigsten Übungen und kann in ihrer Tiefe erst nach jahrelangem bemühen beherrscht werden. Ihr Geheimnis ist überaus groß: wer es fertig bringt, 10 Minuten ohne jeglichen Gedanken zu sein, der wirkt auf seinen Mentalkörper wie eine heilende und aufbauende Kraft. Verlängert man diese Übung und gelingt uns eine Vertiefung derselben, so erreicht man einen Zustand der Raum- und Zeitlosigkeit. Man vergisst den Körper ganz und gar und man hat das Gefühl der absoluten Freiheit. Noch weitere Vertiefungen führen zur Verbindung mit Akasha, welches sich als universelles Licht ohne Zeit und Raum bemerkbar macht, und in dem Übenden tiefe Spuren der Verehrung und Erleuchtung hinterlassen. Auch über diese Übung könnte man viel sagen, was dann aber sehr abstrakt und wahrscheinlich unverständlich wäre. Dies alles und mehr beinhaltet die 1. Stufe der Mentalausbildung.
    Das kommt den Übungen im Buch von Frank Kinslow sehr nah, wo man wirklich einen guten Zugang zur Bewußtseinsebene bekommen kann. Natürlich muß man das dann so oft es geht üben, so frei wie möglich von Gedanken zu sein, bzw, zuerst einmal nur die Lücken zwischen den Gedanken wahrzunehmen.

    Wo kommt der Gedanke her?
    Wie sieht er aus, hat er eine Farbe, ist ein Gefühl daran gekoppelt?

    Vor allem, so wenig wie möglich im praktischen, täglichen Leben zu bewerten, da man dann immer wieder aus der Bewußtseinsebene in die Dualität rutscht

    und das Ziel ist, im reinen, non-dualen Bewußtsein zu SEIN
    ALLES zu sein und NICHTS zu sein
    aber das ist eben mit Worten nicht zu beschreiben- nur im Sein...

    ...und da wir Menschen sind, eben nicht ganz einfach...

    Ja, diese reine Ebene trägt die heilige-heilende Matrix der göttlichen ordnenden Schöpfung in sich,
    daher ist wahre Geistheilung ein Geschehen ohne Gedanken, ohne Tun (doch mit klarer Absicht)

    Raven

  3. #3
    stab
    Gast

    AW: Aus der Praxis für die Praxis

    klingt wirklich interessant! danke für den tip und schöne grüße,

    berndt

  4. #4
    Raven
    Gast

    AW: Aus der Praxis für die Praxis

    Noch eine Bemerkung zu Carls Text:

    Zitat Zitat von Carl Beitrag anzeigen
    Wollten wir nur Licht sein, so würde der Schatten vergehen, ohne welchen das Licht keinen Bestand haben könnte.
    Ich vertrete da eine andere Ansicht, nämlich die

    "und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen"

    LICHT IST
    Bewußtsein ist Licht (+ Information)

    erst wenn sich das Urbewußtsein in die Dualität aufspaltet, entsteht der Schatten

    Licht erfüllt Finsternis

    aber Finsternis kann Licht nicht auslöschen

    ich vertrete also die Meinung, aus innerem Lichterleben heraus, daß Licht auch ohne Schatten/Dunkelheit Bestand hat

    gern würde ich dazu Eure Meinung hören/lesen

    Raven

  5. #5
    Carl
    Gast

    AW: Aus der Praxis für die Praxis

    hmm... ich spinne einfach mal drauf los

    Bardon schreibt ja glaub ich irgendwo, dass man die größte Adeptschaft erreicht, wenn man mitten im Leben steht, es aber trotzdem verneint. Mag sein, dass man dafür die "schlechten" Eigenschaften benötigt (vielleicht ist das aber auch nur anfangs nötig). So krass wie in dem eingefügten Text hab ich das jedenfalls noch nirgends gelesen. Bardon schreibt zwar auch, dass man das "Böse" benutzen soll. Doch ist davon erst im 3. Buch die Rede. Bis dahin soll man noch nett sein und vor seiner eigenen Tür kehren.
    Im Gegensatz dazu fällt mir die "Autobiographie eines Yogi" ein. Da gibt es eine Stelle, an der ein großer Eingeweihter erwähnt wird. Dieser soll zeitweise keinen Schatten gehabt haben. Das soll das Fehlen seiner "dunklen" Seite verdeutlichen. Allerdings hat dieser Yogi bzw tut er es noch immer, wenn man dem Autor glauben schenkt, im Himalajagebirge leben. Also keine Alltagsprobleme wie Geldverdienen.

    Zitat Zitat von Raven Beitrag anzeigen
    erst wenn sich das Urbewußtsein in die Dualität aufspaltet, entsteht der Schatten
    Logischerweise müsste ich sagen, dass auch das Licht erst dann entsteht.

  6. #6
    Grey
    Gast

    AW: Aus der Praxis für die Praxis

    Zitat Zitat von Carl Beitrag anzeigen
    Also keine Alltagsprobleme wie Geldverdienen.
    Wirklich nicht? "Unsere westliche" Gesellschaft macht immer "Alltagsprobleme" an Phänomenen wie "Geldverdienen" fest. Dabei ist Geld doch nur eine Vereinfachung der "Inbesitznahme" von Ressourcen, die man benötigt. Im Himalaya muß ich als Yogi zwar nicht unbedingt Geld als Tauschmittel verwenden, aber Essen muß ich dennoch - wodurch das eigentliche (!) Problem gleich bleibt.
    Nur als Gedanke am Rand

  7. #7
    Raven
    Gast

    AW: Aus der Praxis für die Praxis

    Licht ist Information=Bewußtsein
    Licht hat keinen Schatten, Licht erleuchtet Dunkelheit

    Schatten ist Abwesenheit von Licht durch Dichte der Schwingung in der Materie der 3. Dimension von Raum und Zeit

    hell und dunkel sind Polaritäten

    Licht und Schatten sind keine Polaritäten, weil Schatten nicht Licht bedingt
    Licht ist Licht und hat kein Gegenteil, denn Licht ist immer, es erleuchtet die Dunkelheit
    aber Dunkelheit kann Licht nicht verdunkeln

    denkt mal drüber nach

  8. #8
    Carl
    Gast

    AW: Aus der Praxis für die Praxis

    @Grey
    Der Einfachheit halber habe ich mich wohl etwas zu verwaschen ausgedrückt. Ich hab jetzt extra nochmal die Stelle im "Yoga"-Buch nachgelesen. Dort wird in Kapitel 33 ein "Avatar" beschrieben, welcher schon seit Jahrhunderten im gleichen physischen Körper lebt.
    Ein "Avatar" soll keinen kosmischen Gesetzen unterworfen sein, der Natur keinen Tribut zollen, zeitweise keinen Schatten werfen, keine Fußspuren hinterlassen...
    Ich nehme mal an, dass so einer keine Probleme mit der Essensbeschaffung hat.
    Aus Faulheit habe ich halt als einziges Beispiel von Alltagsproblemen das Geldverdienen geschrieben.
    Sorry :D

    @Raven
    Der gute Bardon stellt in seinem Buch das Licht als Gegenteil der Dunkelheit dar. Wenn er das tut versuche ich zumindest zu verstehen, warum er das tut.
    Zitat Zitat von Raven Beitrag anzeigen
    Schatten ist Abwesenheit von Licht durch Dichte der Schwingung in der Materie der 3. Dimension von Raum und Zeit
    Bardon ordnet Dunkelheit dem Element Wasser zu, welches ja passiver Natur ist und sich somit vom Licht vereinahmen lässt.
    Zusätzlich wirds dann verschiedene Interpretationen zu Licht geben im Hinblick auf grobstofflicher, astraler und geistiger Ebene, sag ich mal so salopp.
    Was einem halt mehr zusagt

  9. #9
    Raven
    Gast

    AW: Aus der Praxis für die Praxis

    ich danke Dir!

    allerdings hat so jeder sein eigenes System, ob Bardon, Rudolf Steiner (da kenn ich mich besser aus) oder die "neuen" Erkenntnisse der Quantenphysik...

    ehmm, interessant - Dunkelheit dem Wasser zugeordnet?

    das ist mir völlig unbegreiflich

    siehe Emoto und Thema "Lichtwasser"...

    Wasser als Element, dem die Gefühle zugeordnet sind, auch die tiefschwingenden, wie Ängste, Trauer, Haß, Sorgen, Depressionen - das leuchtet mir ein...

  10. #10
    7Noh
    Gast

    AW: Aus der Praxis für die Praxis

    Es gibt zu den 4 Elementen noch die Urqualitäten.
    Im Kreis dargestellt sieht das so aus.
    Kaltes Wasser – feuchtes Wasser- feuchte Luft –warme Luft- warmes Feuer- trockenes Feuer-trockene Erde- kalte Erde – kaltes Wasser.

    Kalt ist gleich dunkel
    Im 4 Elemente Buch ist das sehr gut beschrieben

    Vielleicht hilft euch das etwas weiter.
    [kommerzieller Link gelöscht]

+ Antworten
Seite 1 von 2 1 2 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Der Seelenspiegel - System für die Praxis
    Von Soph im Forum Stufe 1
    Antworten: 34
    Letzter Beitrag: 30.06.2011, 14:16
  2. Die Praxis der Leberreinigung
    Von Thomas im Forum Gesundheit
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 25.10.2008, 21:36
  3. Die Praxis der magischen Evokation
    Von Soph im Forum Hermetik
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 28.07.2008, 12:55
  4. Die Praxis des Gebens
    Von Thomas im Forum Nördliche, östliche und südliche Mythen & Weisheitslehren
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 25.10.2006, 21:45
  5. Dzogchen-Praxis im Alltag
    Von Akshah im Forum Nördliche, östliche und südliche Mythen & Weisheitslehren
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 28.05.2006, 14:42

Stichworte

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
Creative Commons Lizenzvertrag
Diese Webseite ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48