+ Antworten
Seite 1 von 2 1 2 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 19

Thema: Transformation, Transmutation???

  1. #1
    Soph
    Gast

    Transformation, Transmutation???

    Hallo zusammen,

    habe mir ein paar Gedanken zur Alchemie gemacht, die Seele betreffend. Alchemie ist ja nur der Vorgang, ein Ding in ein anderes Ding zu verwandeln, auf die Seele bezogen als die Umwandlung von negativen Eigenschaften in positive Eigenschaften.

    Nun kommt aber der Knackpunkt, denn alle unsere Eigenschaften haben ja einen Grund warum sie da sind, eine Ursache. Bardon beschreibt den Weg, nicht die Ursache sondern die Symptome zu bekämpfen indem er Wege aufzeigt diese einfach umzuwandeln. Ursachenforschung ist bei diesem Alchemistischen Vorgang daher nicht angezeigt.

    Statt das Übel, nennen wir es in diesem Beispiel Trägheit, an der Wurzel zu packen (Ursachenbekämpfung) verwandeln wir Trägheit schlicht in z.B. Tatendrang. Das Symptom mag ja nun beseitigt sein, die Ursache aber bleibt nach wie vor und wirkt meines Erachtens ständig fort, bis sich der Tatendrang zuletzt wieder in Trägheit verwandelt, wenn man nicht ständig am Ball bleibt.

    Den Weg den ich bis jetzt ging, war es mich meditativ selbst zu therapieren, indem ich dem Symptom bis zur Wurzel folgte und dann versucht habe diese auszureissen.

    Ich steh der Transformation nun etwas skeptisch gegenüber, mich würden euere Gedanken hierzu sehr interessieren.

    Liebe und Frieden,
    Toni

  2. #2
    jens
    Gast
    Für mich stellt Tranformation das Werden zu dem, was ich eigentlich schon bin, dar. So sind auch alle Fähigkeiten, die ich mir durch regelmäßiges Üben scheinbar erarbeite, an sich schon vorher vorhanden. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, die diesen Ansatz in meinem bisherigen Leben auch bestätigt haben. Eigentlich befasst man sich nur mit dem Teil, der meint etwas bestimmtes zu sein und arbeitet an ihm, um ihm zu zeigen, dass er mehr ist. Wenn er dann etwas verstanden hat und akzeptiert, wird aus etwas unbewussten plötzlich etwas bewusstes. Eigentlich ziemlich blöde, aber was will man machen. *ggg*
    Grüße und schönen Urlaub
    Jens

  3. #3
    Leah
    Gast
    Hallo zusammen ...

    Transmution bedeutet für mich nicht die Umwandlung einer schlechten Eigenschaft in eine gute, sondern die Veredlung bestehender Kräfte, die noch ungeschliffen sind.
    Trägheit kann in schlimmster Form zur absoluten Passivität absinken, doch kann sie auch in die andere Richtung veredelt werden.

    Mit Hilfe des zielgerichteten Willens können bestimmte Tagesabschnitte tatkräftig genutzt werden.

    Der Trägheit ihren Platz geben, sie aber nie dominieren lassen.

    --------------------

    Ein absolut aktiver Mensch lässt sich nicht zu einem trägen Menschen umwandeln, es sei denn ....... du brichst seine Persönlichkeit.


    Gruß Leah

  4. #4
    rot-lila
    Gast
    ... aber ist es nicht gerade Sinn einzelner Inkarnationen am Karma zu lernen? Das Karma ist doch einerseits die Folge eigener Handlungen aber es ist mit dieser Folge doch auch andererseits das Instrument, das zum WAchstum treibt...

    Das Wachstum funktioniert, soweit ich das bisher verstanden habe, sicherlich zum einen dadurch, dass u.a. das Karma zu Hindernissen im Lebensfluss führt, an denen man wächst.
    Aber Wachstum funktioniert doch auch dadurch, dass man in Meditation u.ä. die Ursache, nämlich die Unfertigkeiten der SEele, transformiert, oder???
    Welchen Sinn macht ein magischer Weg wenn nicht das Wachstum? Und welchen Sinn macht WAchstum, wenn das Karma das Wachstum per se begrenzt?

    Von daher würde ich sagen (ohne dass ich mich jetzt schon groß mit STufe 2 auseinandergesetzt hätte), dass wir durchaus die Transformation negativer Eigenschaften in positive annehmen und anstreben können und sollten.

    Viele liebe Grüsse, rot-lila

  5. #5
    rot-lila
    Gast
    Unter www.vbdr.de

    --> Dialog Religionen --> Über Karma - das Gesetz des Schicksals

    finden sich Kurz-Beiträge zum Karma aus den Werken von BArdon und Steiner...

  6. #6
    Soph
    Gast
    Es ist sehr interessant was ihr schreibt, aber ich habe das Gefühl das meine Frage falsch verstanden wurde. Nochmal zur Erläuterung:

    Aufarbeitung, Neutralisieren eines Problems (z.B. Angst) durch Meditation:
    Ich reise in die Angst, folge ihr und finde ihren Ursprungsmoment. Ich erkenne als den Grund der Angst und suche nun nach einem Weg, deren Wurzel herauszureissen. Ich bekämpfe die Ursache der Angst und löse Angst damit auf.

    Auflösung der Angst durch Transformation: Ich ignoriere völlig die Ursache der Angst und stürze mich sogleich darauf, die Angst selber (nicht aber ihre Ursache) zu bekämpfen. Dazu stehen mir verschiedene Mittel zur Verfügung welche ich nutze. Die Angst ist besiegt, neutralisiert, aber die Wurzel der Angst, ihre Ursache, besteht fort und wirkt im Unterbewusstsein. Die Angst schleicht sich dadurch vieleicht wieder langsam ein. Und das ist der Weg der Alchemie. Und die Frage die ich eigentlich dazu hatte war, ob eine Eigenschaft, auf diese Weise aufgelöst, rückwirkend auf die Ursache diese auch beseitigt oder ob ich die Befürchtung haben muss das Angst wieder ihren alten Platz einnimmt, schleichender Weise.

    Davon abgesehn finde ich euere Ausführungen durchwegs interessant.

    @ Jens: Ich gebe Dir voll recht, sehe es genau so, das alles was wir uns erüben eigentlich in seiner reinen Form schon in uns wohnt. Eigentlich ist es so einfach wenn wir es uns nicht so schwer machen würden, diese Fähigkeiten zu nutzen. Hab als Kind Dinge zustande gebracht von denen kann ich heute nur träumen, es ist die Unschuld in deren Händen die Fähigkeiten zu dem werden was sie sind. Wir verlieren diese Unschuld (kindliche Naivität) wenn wir erwachsen werden und so baut unser Verstand ein Brett nach dem anderen vor unser Gesicht und wir müssen die Bretter durch die Übungen erst wieder mühsam entfernen.

    @ Leah:
    also kann im Beispiel Angst die Veredelung entweder zur absoluten maxime des Begriffes Angst führen oder sich in eine andere Richtung Veredeln? Wie könne so eine andere Richtung aussehen? Wie kann man Angst positiv für sich nutzbar machen? Klar muss man ihr den ihr gebührenden Raum im Leben zuordnen sonst tut sies vermutlich selbst... Auflösung durch Zulassen?

    @ rot-lila:
    Erstmal großen Dank für den Link, die Seite bietet noch eine ganze Menge mehr, z.B. freie Publikationen zum runterladen. Zu Deinen Ausführungen kann ich nur folgendes sagen: Das ist der Königsweg den Du beschreibst denke ich und auch genau das was Bardon im Sinn hat. Wir nehmen durch die Transformation dem Karme seine Arbeit ab, indem wichtige Entwicklungen schon stattfinden welche sonst das Karma hätte erledigen müssen. Das das Karma trotzdem noch dazwischen funkt kann man wohl nicht verhindern.. höchstens in dem man seinem Karma stets einen Schritt voraus ist. Aber das ist ab hier nur noch Spekulation...

  7. #7
    rot-lila
    Gast
    ja, nicht??? die seite ist toll! weiteres später...

  8. #8
    Gast
    Tja, schwierige Frage.... :roll:
    für mich spielt die Ursache einer Eigenschaft keine Rolle.. den jeder "negativen" wie "positiven" Eigenschaft liegen tausende von Ursachen zugrunde. Bleiben wir beim Beispiel Angst. Jedesmal wenn ich Angst empfinde, (und das kann aus vielerlei Gründen sein) wird auf den feinstofflichen Ebenen das Angstelemental genährt.. es vergrößert sich, und da auf den feinstofflichen Ebenen alle Wesenszellen einen Selbsterhaltungstrieb haben, wird dieses Angstelemental, um sich zu nähren immer wieder auch mal ohne "Ursache" zuschlagen, um sich wieder ein bißchen Energie zuzuführen..jeder Mensch ist umgeben von einem Heer solcher Larven und Schemen, die uns immer wieder drängen, etwas zu denken und zu fühlen, was unser "ICH" eigentlich gar nicht will..
    Selbst wenn Angst auch nur einen einzigen Ursprung hat, und sich dadurch immer wieder nährt, wird bei der Transformation die Wesenszelle, oder wenn sich sie schon zu einem ordentlichen Schemen entwickelt hat, aufgelöst. Diese Energie, die dadurch frei wird, kann man sich im positiven Sinne wieder zuführen. Jede aufgelöste Wesenszelle ( egal ob sich um Trägheit, Zorn, FAulheit etc. handelt), untersteht dann quasi unserem Willen. Man muß also nicht befürchten, das das Angstschemen wieder unbemerkt zuschlägt, denn wenn keine Energie zugeführt wird, wird es sich nicht vergrößern..
    Der eigentlich alchemistische Prozeß ist das "Lösen und Binden"..das J und B, einfach ausgedrückt, unerwünschtes "aufzulösen", und natürlich gewünschtes an sich zu "binden".. die vollkommene Beherrschung des elektrischen und magnetischen Fluids..(ich denke, das ist die schwerste Methode, bedarf schon einer genauen Kenntnis des Seelenspiegels bezüglich der Elemente, da hier nach dem Polaritätsgesetz der Urqualitäten und Elemente gearbeitet wird..da wird nicht nur negatives bekämpft, sondern Elemente werden umgewandelt, gereinigt und harmonisch neugeordnet.."magisches Gleichgewicht")
    Wenn man schon nach einer Ursache suchen möchte, kann man vielleicht den Gedanken betrachten, das viele Inkarnationen hindurch, in denen man so vor sich "hinlebt", schon einiges an "astralem Gesindel" (Maria Szepes) gezüchtet wird.. aber wie gesagt, egal durch welche Technik, ob Transformation, Veredelung oder Alchemie, wenn man die "Luft" rausläßt, bleibt es überschaubar...(Das gilt jetzt nicht für Ängste, die durch irgendwelche traumatischen Erfahrungen ausgelöst wurden..) :wink:
    Hoffe, das man das jetzt einigermaßen kapieren kann, bin mir nämlich nach nochmaligen Durchlesen selber nicht mehr so sicher.. bezüglich der Verständlichkeit..wenn nicht einfach nachfragen.. :oops:

  9. #9
    rot-lila
    Gast
    @Nimue
    bin mir jetzt beim ersten Durchlesen auch nur halb-sicher die komplett verstanden zu haben. Werde es nachher noch mal in Ruhe lesen...

    @Ursache der Eigenschaft contra Eigenschaft
    juchuh! ein ganz lautes und entschiedenes juchuh. Mit diesem Beitrag, Soph, hast Du formuliert, was ich nihct auf den Punkt bringen konnte.

    Habe doch immer daran gezweifelt, dass es überhaupt möglich ist einen SEelenspiegel herzustellen, weil ich nicht daran geglaubt habe, dass ein Mensch überhaupt so viele Eigenschaften hat.

    Und nachdem ich Deinen Beitrag gelesen hatte, habe ich die Unterscheidungsebenen endlich verstanden. Genau.
    Es gibt die Ursachen, und davon gibt es meiner Meinung nach nur eine handvoll, die aber viele Merkmalsausprägungen, sprich Eigenschaften, hervorbringen.... In dieser Hinsicht schon mal Danke für den Beitrag!

    @Transformation
    An dieser STelle hatte ich zwischendurch das GEfühl, mit Nimue übereinzustimmen, auch wenn ich nicht mit Wesenheiten etc. argumentieren könnte.
    Bin mir da aber auch nciht sicher, weil ich sie noch nicht genau verstanden habe, glaube ich... (s.o.)

    Aber nun mal zum Kern:
    Also, ich glaube es ist in Ordnung nciht an die Ursache zu gehen, da die Transformation der Eigenschaften das Elemente-Gleichgewicht in einem verändern müsste - denke ich. Und das neue Gleichgewicht müsste dann eigentlich automatisch auf die Ursachen zurückwirken... So stelle ich mir das zumindest vor....
    Damit müsste eine Transformation der Eigenschaften (Symptombehandlung) auch die Ursache verändern...

    Viele liebe Grüsse, Rot-Lila

  10. #10
    jens
    Gast
    Ich denke dass Begriffe immer die Gefahr in sich bergen, dass man nur alleine an deren Interpretation eine schier unüberwindbare Hürde schafft. Der Begriff „Transformation“ ist für mich völlig unbrauchbar, weil zumindest ich keinen wirklichen Bezug zu den damit verbundenen inneren Vorgängen herstellen kann. Häufig sind die Lösungen für ein Problem auch eher banal und werden durch das theoretische Drumherum nur unnötig verkompliziert.

    Ängste
    Ich persönlich habe noch niemanden kennen gelernt, der sein Wesen wirklich verändern konnte, ohne sich letztlich mit seinem Ängsten zu befassen …
    Grundsätzlich denke ich, gibt es viele Formen von Ängsten. Dabei gibt es kein Standardrezept ihnen zu begegnen, weil jedes Problem und jede Angst einer individuelle Betrachtung bedarf.

    Für mich liegt der Kern einer jeden Angst im Verständnis. Wenn ich die Angst verstehe, kann ich daraus auch ableiten, wie ich mit ihr umgehen sollte. Die meisten Ängste sind so etwas wie innere Schlüsse. Es sind praktische Erfahrungen, die bestimmte Schutzmechanismen generieren und verinnerlichen bzw. unbewusste Verhaltensweisen als Schlussfolgerung ableiten. Bei mir selbst habe ich dafür 3 Haupt-Quellen ausmachen können:

    1. Erfahrungen im jetzigen Leben
    2. Erfahrungen aus vorherigen Leben
    3. Erfahrungen die weitergegeben / vermittelt wurden (Anlagen)

    Neben diesen Ängsten gibt es auch Muster, die einfach nur so da sind. Sie haben keinen Sinn und resultieren teilweise nur aus Gewohnheiten, die sich als Ängste manifestiert haben. Der größte Teil lässt sich aber in den oberen Gruppen finden.

    Herangehensweise
    Erstmal geht es um die Benennung einer Angst. Die Frage „Was fürchte ich wirklich?“ sollte beharrlich fixiert werden und stellt daneben eine gute Meditationsübung dar. Viele Ängste sind nur Facetten einer tieferen Problematik.

    Egal ob Facette oder nicht, muss die Situation objektiver betrachtet werden. Eine gute Frage hierfür wäre: „Was fehlt?“. Danach kommt es auf die Kreativität und Möglichkeiten des Einzelnen an. Man muss versuchen diesen Mangel auszugleichen. Durch neue Sichtweisen, durch helfende Kräfte, durch Veränderung der Erinnerung, Veränderungen im Leben usw.

    Angst und magischer Fortschritt
    Die Ängste sind unsere Begrenzungen im magischen Handeln. Alles was man im entspannten Zustand tun kann, liegt im Rahmen dieser Begrenzung. Sobald dieser Bereich überschritten wird, kämpft man gegen sich selbst, gegen ein verinnerlichtes Grundprinzip. Durch regelmäßiges Wiederholen und Konfrontieren werden innere Fixierungen allmählich verschoben und Ängste relativieren sich. Das ist aber ein sehr harter und mühsamer Weg. Die Ängste verschwinden dabei auch nicht immer, sondern werden teilweise nur beiseite gedrängt. Nach einer längeren Pause wird man dann in seinem Fortschritt gnadenlos zurückgeworfen und fängt wieder von vorn an.
    Der bessere Weg ist es, sich neben den Übungen auch intensiv mit den inneren Prozessen zu befassen und sich mit den auftauchenden Ängsten, die durchs Üben ausgelöst werden, zu beschäftigen. Dadurch werden die inneren Grenzen verschoben und man kann Dinge plötzlich (sehen).

+ Antworten
Seite 1 von 2 1 2 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Gehirnjogging,Transformation
    Von Tariel im Forum Stufe 1
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 14.01.2009, 22:02
  2. Transformation durch Atmen
    Von Tariel im Forum Hermetik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 09.12.2008, 21:47
  3. Die Transformation der Sünden zu Tugenden
    Von Viola im Forum Allgemeines
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 16.11.2008, 14:40
  4. Transmutation
    Von Hans-Joerg im Forum Hermetik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 18.09.2008, 09:05

Stichworte

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
Creative Commons Lizenzvertrag
Diese Webseite ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48