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Thema: Beobachtung der Emotionen

  1. #1
    Lilo
    Gast

    Beobachtung der Emotionen

    Hallo Ihr Lieben,

    wie muss ich vorgehen, wenn ich meine Emotionen beobachten möchte? Mit welcher Achtsamkeit muss ich an mich und meine Muster herangehen?

    Jede Handlung ist auf 3 Grundelementen zurückzuführen.
    Gedankenbildliche Wahrnehmung (Luft)
    Gefühlsmäßige Zuwendung (Wasser)
    und willentlicher Impuls (Feuer).

    Die ausgeführte Handlung ist dann in der Realität das 4. Element (Erde).

    Jede bewusste Handlung ruht auf diesen 3Elementen:
    Erkennen, Wünschen, Tun.

    Ich beobachte also, warum ich gerade dieses oder jenes mache und wie es dazu kommt.

    Wenn ich bügele und habe einen Stapel Wäsche vor mir liegen, dann sehe ich z. B. eine Bluse. Bei ihrem Anblick bekomme ich ein Gefühl des Widerwillens. Mein Geist schickt mir ein Bild, wie ich mich mit der Bluse abmühe. Jetzt folgt die Tat. Überwinde ich meinen Widerwillen und bügele die Bluse trotzdem oder lege ich sie fort bis zum nächsten Mal?

    Anderes Beispiel:

    Ich sitze am Schreibtisch. Eigentlich sollte ich Briefe schreiben oder Rechnungen bezahlen. Ich beobachte, wie auch hier ein Gefühl der Ablehnung hochkommt. Der Geist formt Bilder. Bilder, wie ich mich in den AK einlogge oder Freecell spiele oder Briefe schreibe und Rechnungen bezahle. Jetzt muss die Tat folgen. Was tue ich? Überwinde ich mich bewusst und erledige meine Arbeit oder lasse ich mich treiben?

    Diese Beobachtungen (Wahrnehmen, gefühlsmäßige Zuwendung oder Ablehnung und der willentliche Impuls) mich also bewusst entscheiden, dieses oder jenes zu tun, finde ich höchst spannend und auch lehrreich.

    Je öfter ich am Tage diese bewussten Beobachtungen mache, umso öfter entscheide ich mich für das, was wirklich zu erledigen ist. Das ist sehr befriedigend und macht mir sogar Spaß.


    Was haltet Ihr von dieser Art, meine Emotionen zu beobachten?

    Liebe Grüße
    Lilo

  2. #2
    Leah
    Gast
    Hallo Lilo....

    Was ich sehr gut an Deiner Übung finde, ist, dass Du dadurch lernst auf eine andere mentale Ebene zu gehen, die ich Beobachterebene nenne.

    Damit ich solche unliebsamen Arbeiten erledigen kann, benutze ich immer
    meinen Willen, er liegt oft bequem in der Ecke und muss leider extra aufgerufen
    werden, was einige Überwindung kostet.

    Grüße Leah

  3. #3
    Viola
    Gast

    AW: Beobachtung der Emotionen

    Hallo,

    man soll also seine Emotionen beobachten und ich nehme an, man soll sie auch beherrschen können und sich nicht von ihnen beherrschen lassen.

    Wenn ich wütend bin, weil ich beleidigt wurde, dann kann ich dieses Gefühl beobachten und mich dafür entscheiden, die Wut beiseite zu schieben oder sollte ich die Wut heraus lassen?

    Wenn ich eine ungeliebte Arbeit machen soll, kann ich meinen Widerwillen beobachten, aber ich soll mich dazu überwinden, diese Arbeit doch zu tun und möglichst sofort, nehme ich an?

    Wenn ich Angst empfinde, z.B. in der Nacht, wenn es dunkel ist und ich bewusst in der Dunkelheit sein will, soll ich dieses Gefühl beobachten und dann unterdrücken oder bewusst empfinden?

    Liebe Grüße,
    Viola

  4. #4
    Viola
    Gast

    AW: Beobachtung der Emotionen

    Hallo,

    wie ist es mit freudigen Emotionen? Die beobachte ich auch und denen kann man aber schon freien Lauf lassen? Wenn ich glücklich bin und mich freue?

    Liebe Grüße,
    Viola

  5. #5
    Tariel
    Gast

    AW: Beobachtung der Emotionen

    Zitat Zitat von Viola Beitrag anzeigen
    Hallo,

    wie ist es mit freudigen Emotionen? Die beobachte ich auch und denen kann man aber schon freien Lauf lassen? Wenn ich glücklich bin und mich freue?

    Liebe Grüße,
    Viola
    Bleibe bei allen Beobachtungen nur Beobachter und identifiziere dich nicht mit ihnen,ob positiv oder negativ.Du bist nicht deine Emotionen,und Identifiktion damit bringt dich aus der Wirklichkeit deinen Illusionen näher,die dadurch belebt und als Wahrheit interpretiert werden.Schließlich sind vergangene Freuden vergangen.

    Wenn du dich freust,und die Vergangenheit durch Bilderbelebung bringt dich dieser näher,bist du mit deiner Freude in die Vergangenheit,die nicht exestiert.Das sind die Fallen des Egos,das dich in der Vergangenheit oder Zukunft festhalten will.

    Versuche einfach in der Gegenwart zufrieden zu sein,das überwiegt alle anderen illusorischen Zustände.

    "Der Sehende ist die Energie der Schau".

    Liebe Grüße
    Tariel

  6. #6
    Viola
    Gast

    AW: Beobachtung der Emotionen

    Hi Tariel,

    danke, das verstehe ich mit dem Gedanken beobachten.

    Aber wieso gibt es Freude und Glücklichsein nur in der Vergangenheit und in der Zukunft? Ich empfinde sie in der Gegenwart doch auch! Wieso darf man in der Gegenwart nicht glücklich sein? Mir hat mal jemand gesagt: "Das Wichtigste im Leben ist doch glücklich zu sein, denn daran erkennt man, dass man seine Lebensaufgaben im Leben schafft".

    Dieses Gedanken beobachten muss man das den ganzen Tag über machen?
    Oder ist es eine Übung, die ich mal eine halbe Stunde lang mache und da einfach neutral bleibe?

    Wahrscheinlich meinst Du doch, dass man das immer machen soll, also Tag und Nacht. Wenn Du das schaffst immer so neutral zu bleiben, dann bewundere ich Dich echt.

    Aber die meisten anderen Hermetiker, die ich kenne, die zeigen schon auch ihre Gefühle, die kriegen Wutausbrüche oder hüpfen vor Freude. Wahrscheinlich haben die die Übung noch nicht gemeistert oder sie nehmen sie nicht so ernst.

    Ich weiß schon, was Du meinst, und ich gebe Dir auch sehr recht. Es ist wichtig, ein ausgeglichenes Gefühlsleben zu haben und was ich besonders wichtig finde, das ist, dass man "über den Dingen stehen" kann. Glaub mir, ich übe das wirklich jeden Tag, schon jahrelang. Ich finde daheim bei meiner chaotischen Familie ja mehr als genügend Trainingsmöglichkeiten. Und ich sehe auch immer mehr meine Erfolge, dass ich wirklich oft "über den Dingen stehe" (vor allem bei Negativem) und sie neutral beobachten kann, ohne mich mit meinen gewaltigen Gefühlen zu identifizieren. Und das macht mich froh und zufrieden. Wahrscheinlich ist das mit der Übung gemeint.

    Liebe Grüße,
    Viola

  7. #7
    Tariel
    Gast

    AW: Beobachtung der Emotionen

    Zitat Zitat von Viola Beitrag anzeigen
    Hi Tariel,

    danke, das verstehe ich mit dem Gedanken beobachten.

    Aber wieso gibt es Freude und Glücklichsein nur in der Vergangenheit und in der Zukunft? Ich empfinde sie in der Gegenwart doch auch! Wieso darf man in der Gegenwart nicht glücklich sein? Mir hat mal jemand gesagt: "Das Wichtigste im Leben ist doch glücklich zu sein, denn daran erkennt man, dass man seine Lebensaufgaben im Leben schafft".
    Ich habe nicht gesagt,das du nicht glücklich oder häßlich sein solltest,nur nicht aus der Vergangenwart oder dem Zukunftängsten - oder Freuden heraus.Ich werde dir das zum Schluss näher erläutern.Das wichtigste, findest du für dich zur Zeit Glücklichsein,nur weil es jemand zu dir sagte? Beobachte mal den Zustand,wenn er wärt - einfach jetzt zufrieden zu sein und vergleiche.Zufriedenheit kann man lernen und ist ein Dauerzustand.
    Glücklichsein ist ein momentaner Zustand,und so sollte man ihn auch behandeln und nicht danach streben.Er kommt und geht,fertig.

    Dieses Gedanken beobachten muss man das den ganzen Tag über machen?
    Oder ist es eine Übung, die ich mal eine halbe Stunde lang mache und da einfach neutral bleibe?
    Franz Bardon sagt,wenn du´s zehn Minuten fertig bringst,deine Gedanken einfach zu beobachten,ist das Übungspensum erreicht!Aber,dieses zu erreichen,indem man es so versteht,die Übung nur 10 Minuten zu machen,halte ich für unzureichend.Nimm dir dazu so lange Zeit,wie du es meinst,aber nicht zuviel,das dir der Zeitrahmen durch Unkonzentriertheit oder Langeweile wieder Unbehagen gibt.Manche brauchen erst mal eine Sammlungs - oder kurze Vorbereitungszeit,sich in der rechten Gemütslage zu bringen.Für mich persönlich nahm ich mir 30 Minuten,in die ich nur reiner Beobachter war.Einmal am Tag ist besser wie garnicht,und zweimal (morgens und abends) besser als einmal.

    Wenn du alle mentalen Übungen der ersten Stufe beherrscht,beherrscht du auch deine Gefühle und dein Denken und die Quelle wird aus dir selber sprudeln!Es ist alles so einfach,und manch einer,genau wie ich,wird sich hinterher in den Arsch treten,warum er soviel Zeit verschwendete.Einfach anfangen,am besten jetzt sofort und lucky,lucky machen.

    Wahrscheinlich meinst Du doch, dass man das immer machen soll, also Tag und Nacht. Wenn Du das schaffst immer so neutral zu bleiben, dann bewundere ich Dich echt.
    Das ist zweifach unnötig,denn erkenne erstens den Zweck der Übung und siehe dann,das die nächste Übung die Gedankenzucht beinhaltet.Da lernst du,zu wiederstehen.Danach lernst du,zu denken.

    Aber die meisten anderen Hermetiker, die ich kenne, die zeigen schon auch ihre Gefühle, die kriegen Wutausbrüche oder hüpfen vor Freude. Wahrscheinlich haben die die Übung noch nicht gemeistert oder sie nehmen sie nicht so ernst.
    Wutausbrüche,a geh,wohl das Feuerelement nicht im Griff.Wie wärs mal mit Mitgefühl oder dem Uttanasana.

    Ich weiß schon, was Du meinst, und ich gebe Dir auch sehr recht. Es ist wichtig, ein ausgeglichenes Gefühlsleben zu haben und was ich besonders wichtig finde, das ist, dass man "über den Dingen stehen" kann. Glaub mir, ich übe das wirklich jeden Tag, schon jahrelang. Ich finde daheim bei meiner chaotischen Familie ja mehr als genügend Trainingsmöglichkeiten. Und ich sehe auch immer mehr meine Erfolge, dass ich wirklich oft "über den Dingen stehe" (vor allem bei Negativem) und sie neutral beobachten kann, ohne mich mit meinen gewaltigen Gefühlen zu identifizieren. Und das macht mich froh und zufrieden. Wahrscheinlich ist das mit der Übung gemeint.
    Das ist schon ein gewaltiger Fortschritt und ebensolche Selbstbeherrschung,wie ich finde.Und das dich das Darüberstehen und die Nichtidentifikation des Negativen zufrieden macht,zeigt doch sehr deutlich,das du dich von deinem Ego nicht mehr so leicht einmulmen läßt.Sei einfach immer zufrieden.

    Hier komme ich nun kurz zu der Erklärung von gerade,welche zeigt,was das Leid im Verweilen von der Vergangenheit und der Zukunft betrifft.

    Wenn ich woanders bin als im Jetzt,und mir dadurch die Gefühle der eingebildeten Situationen hochkommen,verdränge ich die wahren Gefühle,die nun ersetzt werden.Da diese aber mit dem Fluß kommen und auch mit ihm gehen sollten,werden sie aufgehalten,gestaut,blockiert - und bilden entsprechend in den Körpern Blockaden.Dabei gilt es doch,diese abzubauen,zu befreien,zu transformieren.Ich rede jetzt über die spirituelle Entwicklung,für den Unwissenden kommt es wohl gerade recht........

    Liebe Grüße,
    Tariel

  8. #8
    vittella
    Gast

    AW: Beobachtung der Emotionen

    Zitat Zitat von Lilo Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben,
    wie muss ich vorgehen, wenn ich meine Emotionen beobachten möchte? Mit welcher Achtsamkeit muss ich an mich und meine Muster herangehen?
    Was haltet Ihr von dieser Art, meine Emotionen zu beobachten?
    Lilo
    Hallo Lilo,
    den Beobachter einschalten.!
    ich halte viel davon Emotionen zu beobachten,denn dadurch verlieren sie an Macht und lösen sich auf...
    lg....vittella

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